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Einbrecher waren zu dick fürs Klofenster

Feldkirch - Im Mai brachen zwei Burschen in ein Reifenlager in Bregenz ein. Als sie mit ihrer mageren Beute im Wert von acht Euro durchs Klofenster flüchten wollten, erwies sich dieses als zu klein.

Sie saßen in der Falle. Vor der Türe stand bereits die Polizei. Nunmehr hatte sich das verhaftete Einbrecher-Duo am Landesgericht Feldkirch zu verantworten. Der Erstangeklagte bringt es mit seinen 20 Jahren bereits auf neun Vorstrafen. Drei Tage vor dem Einbruch in Bregenz hatte er Richter Othmar Kraft noch versprochen: „Das war das letzte Mal.“ Damals war er verurteilt worden, weil er jemanden verprügelt und dem Opfer anschließend die Geldtasche gestohlen hatte. Nun ist der Bursche schon wieder rückfällig geworden. Sein Kumpel – ein 18-jähriger Bauarbeiter – hat „nur“ drei Vorstrafen. Dafür legt man ihm eine ganze Liste von Straftaten zur Last.


Schlagring und Stock

Neben mehreren versuchten Diebstählen war der 18-Jährige öfters mit Teleskopschlagstock, Schlagring und Springmesser unterwegs. Einem Kontrahenten fügte er eine Gehirnerschütterung zu, einem anderen einen Kopfstoß. Der Grobian trat einer Bekannten während eines Streites in den Unterleib, immer wieder droht er mit „abstechen“ und „niederschlagen“. Außerdem begrapschte der Betrunkene eine 17-jährige Schülerin. Beim Einbruch in das Bregenzer Reifenlager hatten die beiden Burschen zunächst die Scheibe eingeschlagen und danach eine Weile gewartet. Erst als sich nichts rührte, stiegen sie ein. Doch zu ihrer Ent­täuschung fanden sie nur Zigaretten, Geld war keines da. Inzwischen hatte ein Nachbar den Einbruch gemeldet. Der Bregenzer und der Lauteracher wollten durch das Klofenster davon, doch das war zu klein. Für den Älteren heißt es nun nach der Verurteilung in Summe 30 Monate Gefängnis, für seinen Kollegen 16 Mo­nate.

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