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Einbrecher haben es im Ländle schwer

Die Vorarlberger sind in Sachen Sicherheitsbewusstsein in Österreich an der Spitze - so das Ergebnis einer Untersuchung, bei der getestet wurde, wie leicht sich Einbrecher Zugang in Wohnhäuser verschaffen können. Einbruchschutz [.pdf - 592KB]

“Generell wird es in Österreich Einbrechern viel zu leicht gemacht, doch die Vorarlberger lassen sich nicht so leicht von Langfingern überrumpeln”, so Dolores Omann vom Institut für Technische Sicherheit. An insgesamt 5000 Objekten haben “Versuchseinbrecher” des Instituts in ganz Österreich getestet, wie schnell man in die jeweiligen Häuser einsteigen kann.

Offene Türen

Im Österreich-Durchschnitt waren 62 Prozent aller Versuche, durch die Hauseingangstüre in das Stiegenhaus zu gelangen, erfolgreich. Bei rund einem Drittel der Häuser stand die Tür sperrangelweit offen und die Tester des konnten ohne Probleme hinein spazieren. Bei jedem achten Haus wurde dem Unbekannten – also der Testperson – einfach freundlich die Tür aufgehalten, womit potenzielle Täter Zutritt erhielten. “Am sicherheitsbewusstesten sind die Vorarlberger, nur jedes 14. Haus empfing potenzielle Einbrecher mit einer offenen Tür und nur in 35 Prozent der Fälle gelang es den Testern, trotz verschlossener Tür ins Stiegenhaus zu gelangen”, berichtet Dolores Omann.

Spontantäter

Besonders vertrauensvoll scheinen die Steirer zu sein: Jedes zweite der 630 getesteten Häuser stand offen und konnte ohne besondere Hürden betreten werden. Im Burgenland war eine unverschlossene Eingangstür zu 48 Prozent der Grund, ins Stiegenhaus zu gelangen, in Oberösterreich zu 47 Prozent. Fatal, wenn man bedenkt, dass über zwei Drittel der Einbrecher laut Polizeiangaben so genannte Spontantäter sind, für die eine offene Haustür geradezu eine Einladung zur Straftat ist. Die Tür auch tagsüber zu schließen und sogar zuzusperren und nicht nur zuzuziehen, ist ein effektives Gegenmittel, raten Sicherheitsexperten. Beliebt bei den Einbrechern ist auch der Gegensprechanlagen-Trick, um sich so Zugang ins Haus zu verschaffen. Am erfolgreichsten war im Test mit 90 Prozent die Ausrede, dass für einen anderen Bewohner ein Paket zugestellt werden muss. Von Blumenlieferungen ließen sich 87 Prozent erweichen und mit dem Begehr, Werbematerial verteilen zu wollen, konnten rund 82 Prozent der Testpersonen überrumpelt werden.

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