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Einbrecher erbeuteten um 39.000 Euro Kosmetika

Einer der Täter wurde beim versuchten Einbruchsdiebstahl in eine Bäckerei neben dem Landesgericht festgenommen.
Einer der Täter wurde beim versuchten Einbruchsdiebstahl in eine Bäckerei neben dem Landesgericht festgenommen. ©APA/Themenbild
Haftstrafen zwischen 20 und 32 Monaten für drei Ausländer, die insgesamt 27 Einbruchsdiebstähle begangen hatten. Urteile sind rechtskräftig.

Am meisten Beute machten die reisenden Straftäter bei einem Einbruch in ein Drogeriegeschäft. 39.000 Euro betrug der Wert der dort gestohlenen Kosmetika. Die Staatsanwaltschaft Feldkirch legte den drei Angeklagten insgesamt 27 Einbruchsdiebstähle in Geschäfte zur Last. Der Gesamtwert der Beute belief sich auf rund 140.000 Euro.

Dafür wurden zwei Angeklagte aus dem Kosovo gestern am Landesgericht Feldkirch zu je 32 Monaten Gefängnis verurteilt. Über einen Albaner wurde eine teilbedingte Haftstrafe von 20 Monaten verhängt. Davon beläuft sich der unbedingte Teil auf sechs Monate Gefängnis. Die Urteile des Schöffensenats unter dem Vorsitz von Richterin Angelika Prechtl-Marte sind bereits rechtskräftig.

Schuldig gesprochen wurden die Kriminaltouristen vor allem wegen gewerbsmäßig schweren Einbruchs in Geschäfte. Der dafür seit Jahresbeginn verringerte Strafrahmen macht bei einem Schaden von bis zu 300.000 Euro nicht mehr ein bis zehn Jahre Gefängnis aus, sondern inzwischen nur noch sechs Monate bis fünf Jahre.

Der Haupttäter war der zu 32 Monaten Haft verurteilte 38-Jährige aus dem Kosovo. Der unbescholtene Erstangeklagte wurde von der Staatsanwaltschaft für 17 Einbrüche mit einem Gesamtschaden von rund 93.000 Euro verantwortlich gemacht. Der Untersuchungshäftling gab nur jene vier Einbrüche zu, bei denen er durch DNA-Spuren belas­tet wurde.

Sein 37-jähriger Landsmann aus dem Kosovo wurde wegen 13 Einbrüchen angeklagt. Auch der Zweitangeklagte wurde mit 32 Haftmonaten bestraft, weil er zudem 265 Gramm Kokain von der Schweiz nach Vorarlberg geschmuggelt und in Österreich rund 50 Gramm Kokain verkauft haben soll.

Weil der Drittangeklagte mit seinem auch Mittäter belas­tenden Geständnis zur Wahrheitsfindung beigetragen hatte, kam der 24-jährige Albaner für zehn Einbrüche mit einer Beute im Wert von 47.000 Euro mit der teilbedingten Strafe von 20 Monaten davon. Er und der Zweitangeklagte hatten auch bei einem Einbruch in eine Erotikbar Geld gestohlen.

Einer der Täter wurde beim versuchten Einbruchsdiebstahl in eine Bäckerei neben dem Landesgericht festgenommen. Die alarmierte Polizeiinspektion befindet sich in unmittelbarer Tatortnähe.

Lob für Polizeiarbeit

Richterin Angelika Prechtl-Marte lobte die „sehr gute Anzeige“ der Polizei. Die Vorsitzende des Schöffensenats transportierte die vielen Aktenordner nach dem Prozess auf einem rollenden Wagen zurück in ihr Büro.

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