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Ein Zusammenspiel der Kräfte

Bei der Berufsfindung ist es wichtig, dass Schüler, Eltern und Lehrer gut zusammenarbeiten. Denn ein gutes Zusammenspiel fördert die Chancen, den richtigen Job zu finden.
"Die richtige Berufswahl"

Wer motiviert und interessiert an die Berufswahl herangeht, hat es leichter – und sogar Spaß dabei. Es sollten alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden, um die Vielfalt der Berufswelt kennenzulernen. „Man sollte auf jeden Fall die Schnuppermöglichkeiten der Unternehmen nutzen“, rät Michael Tinkhauser, der Abteilungsleiter der Jugend- und Lehrlingsabteilung der Arbeiterkammer (AK) Vorarlberg.

Wichtig sei auch, sich nicht auf einen einzigen Beruf zu „versteifen“. Stattdessen sollten Jugendliche verschiedene Berufsperspektiven in Betracht ziehen und mehrere Wege ausprobieren. „Die Jugendlichen müssen lernen zu recherchieren“, sagt Tinkhauser. Bei der Suche nach den verschiedenen Unternehmen ist das Internet ein nützlicher Helfer. Auch eine Teilnahme an der BIFO-Messe, bei der die Lehrlingsabteilung der AK mit einem Stand vertreten sein wird, ist ratsam. Ist der Weg zur Bewerbung dann geebnet, sind ordentliche Bewerbungsunterlagen das A und O.

Schule als wichtiger Begleiter

Auch die Schule stellt einen wichtigen Begleiter und Vorbereiter für die Arbeitswelt dar. „Allerdings ist es nicht Aufgabe der Schule, eine Lehrstelle zu vermitteln“, warnt Tinkhauser. „Die Schule bereitet den Weg zur Bewerbung dort hin vor.“ So sollten die Schüler Sozialkompetenzen wie Pünktlichkeit, Disziplin, Verlässlichkeit, aber auch Handlungskompetenzen, wie den sorgsamen Umgang mit Arbeitswerkzeug vermittelt bekommen. Auch die Teamarbeit lässt sich im Klassenzimmer erproben.

Eltern als persönliche Begleiter

Die Eltern sind persönliche Begleiter und sollten in den Prozess mit eingebunden werden. „Es sollte ein Mittelweg gefunden werden, das eigene Kind zu motivieren, aber auch nicht die ganze Verantwortung von ihm zu nehmen,“ sagt Tinkhauser. Es bringt nichts, wenn der Vater das Bewerbungsschreiben der Tochter selbst in die Hand nimmt. „Die Eltern sind wichtige Erfahrungsträger, die allerdings zu wenig über ihre Erfahrungen aus der Berufswelt preisgeben“, sagt der Experte. Man könne den interessierten Sprößling auch einmal mit ins Büro nehmen. Generell sollten Eltern die Stärken und Neigungen der Kinder herausfinden, um beratend zur Seite stehen zu können. Auch sollten sie Alternativen zum Traumberuf aufzeigen, falls dieser nicht erreicht werden kann. „Immer berücksichtigt werden muss dabei, dass die Berufswünsche der Eltern nicht die Wünsche der Kinder sind“, meint Tinkhauser.

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