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Ein Zirkus macht Schule

„La Escuela de la Comedia y el Mimo“: Eine Zirkusschule in Granada/Nicaragua bietet Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen professionelle Ausbildung und gesellschaftliche Integration. Video 

Die Bevölkerung Nicaraguas leidet an der prekären sozialen und wirtschaftlichen Lage des Landes. Die Mehrheit lebt unter der Armutsgrenze. Öffentliche Schulen werden den Erwartungen einer minimalen Grundausbildung nicht gerecht. Lediglich 29 Prozent aller Kinder absolvieren die Pflichtschule. Die Wünsche und Träume der Kinder zerschellen am Alltag und die oftmals schwierigen Familienverhältnisse treiben sie auf die Straße, wo sie Opfer von Drogenabhängigkeit, sexuellem Missbrauch oder Gewalt werden können.

Escuela de la Comedia y el Mimo

Um diesen problematischen Umständen entgegen zu wirken gründete Diego Gené, ein ausgebildeter Clown- und Theaterpädagoge aus Venezuela, vor sieben Jahren die Clown- und Mimenschule und bietet Kindern und Jugendlichen aus den Armensiedlungen von Granada eine konkrete Alternative zum Gassenleben. Hauptanliegen der „Escuela de la Comedia y el Mimo“ ist es, den SchülerInnen durch Betreuung und Bildung einen festen Halt zu bieten, das nötige Selbstvertrauen aufzubauen und ihnen somit die Suche nach ihrem Platz in der Gesellschaft zu erleichtern. Eine Kerngruppe von rund 20 Mädchen und Jungen werden derzeit von Diego Gené betreut und unterrichtet. Die Ausbildung der SchülerInnen konzentriert sich nicht nur auf Zirkuskünste wie Akrobatik, Jonglieren, Clownerie, Theater und Mimik, sondern umfasst auch eine formale Ausbildung in den Fächern Informatik, Englisch, Buchhaltung und Marketing.

Mit Stelzen und Einrad auf Tournee

Mit dem erarbeiteten Zirkusprogramm und Diegos 28-jährigem Mercedes-Benz-Kleinbus tourte die Truppe der „Escuela de la Comedia y el Mimo“ bereits durch ganz Zentralamerika und begeisterte in 180 Vorstellungen mehr als 35.000 Zuschauer. Höhepunkte der jungen Akrobaten waren zwei Europa-Tourneen mit Auftritten in fünf Ländern.

Neubau einer Schule

Der Unterricht findet derzeit in einem Haus statt, das nur beschränkt Raum bietet. Damit auch weitere Jugendliche vom Projekt profitieren können, wurde mit dem Bau eines größeren Schulgebäudes mit Klassenzimmern, Proberäumen und Bühne begonnen. Eine finanzielle Unterstützung von Seiten des Landes Nicaraguas fehlt.

Durch Patenschaft in das Projekt eingebunden

Durch eine Patenschaft eines Jungen in Nicaragua ist die Harderin Ruth Wiehl in dieses innovative Projekt eingebunden. Seit fünf Jahren unterstützt und begleitet sie die schulischen und künstlerischen Erfolge ihres Patenkindes Enmanuel, der in dieser Zirkusschule ausgebildet wird. „Dieses Projekt ist eine wunderbare Initiative. Die „Escuela de la Comedia y el Mimo“ schafft den Jugendlichen einen Zugang zu Bildung, Sport und Kultur und bietet die Möglichkeit einer beruflichen Perspektive. Für den Bau des neuen Schulgebäudes benötigt die Schule dringend finanzielle Unterstützung. Ich werde persönlich Sorge tragen, dass jeder gespendete Euro direkt ankommt“, kommentiert Ruth Wiehl ihren Spendenaufruf. Besten Dank für Ihre Hilfe!

Info-Box:

Mehr Informationen
unter: http://www.escueladecomedia.org
Spendenkonto:
La Escuela de la Comedia y el Mimo
HypoBank Hard
Kto.Nr.: 10 430 209 014
BLZ: 58000
Betreff: Schulbau

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