AA

Ein weiterer Schritt zur fahrradfreundlichen Gemeinde

Bauarbeiten beim Engel-Kreisverkehr für mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer.
Bauarbeiten beim Engel-Kreisverkehr für mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. ©Edith Rhomberg
Der „Engel“-Kreisverkehr wird vom Land Vorarlberg für Radfahrer und Fußgänger sicherer gestaltet.
Engel-Kreisverkehr

Lustenau. Seit gut zwei Wochen sind die Bauarbeiten beim Engel-Kreisverkehr in Gang. Für Dietmar Haller, Mobilitätsgemeinderat der Marktgemeinde, war es ein Freudentag, als die Baustelle eingerichtet wurde. Endlich. Die Freude ist ihm anzusehen, denn die Umsetzung des Vorhabens hat lang gedauert, sehr lang. „Seit sieben Jahren setze ich mich dafür ein, dass dieser Kreisverkehr für die Radfahrer sicherer gestaltet wird“, sagt Haller. Während Autos, LKW, Busse und Zweiräder lautstark und schnell aus den fünf Straßen in den Kreisverkehr einfahren und in eine davon wieder einmünden ist ersichtlich, dass für die Radfahrer nur wenig Platz bleibt. Sie sind, wie unschwer zu erkennen ist, erheblichen Gefahren ausgesetzt. Und das, obwohl als erste Maßnahme im Jahr 2010 der Fahrradstreifen im Mischverkehr rot eingefärbt wurde.

“Dieser Kreisverkehr ist mit rund 35.000 motorisierten Fahrzeugen pro Tag einer der am stärksten frequentierten Verkehrsknotenpunkte des Landes und vor allem für Radfahrer sehr gefährlich“, argumentierte Haller bereits im Jahr 2010. Zuständig für die baulichen Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit an dieser Stelle ist das Land Vorarlberg.

Laut neuen Zählungen fahren täglich rund 750 Radfahrer aus den Ortsteilen Hasenfeld und Wiesenrain über den Kreisverkehr. Sie sind unterwegs zum Bus, zu den Schulen und ins Lustenauer Zentrum.

Separate Querungen für Radfahrer

Auf Initiative des Gemeinderats verwirklicht das Land Vorarlberg nun eine sichere Fuß- und Radwegführung außerhalb des Kreisverkehrs. Haller beschreibt die Änderung so: Ein breit geführter Fuß- und Radweg vor der „Engel Apotheke“ mit Poller Abgrenzung zur Fahrbahn und die Aufweitung der Mittelinseln zur komfortableren Querung der Grindelstraße und Kaiser-Franz-Josef-Straße werden realisiert. Diese werden als kombinierte Geh- und Radwege in beide Richtungen ausgewiesen und beschildert.

Eine neue Mittelinsel zwischen der Bushaltestelle und der Fahrbahn wird das Queren der Fußgänger und Radfahrer vor dem haltenden Linienbus ermöglichen.

Überdachte Radabstellanlage

Im Zuge der Neuerrichtung des drei Meter breiten Geh- und Radweges zwischen der Grindelstraße und Kaiser-Franz-Josef-Straße werden von der Gemeinde überdachte Radabstellplätze und ein neues Buswartehäuschen errichtet.

Neue Einbindung Flurstraße 2018

Die Gemeinde Lustenau plant außerdem eine weitere Verbesserung im Zuge der Erneuerung einer Hauptwasserleitung ab dem Kreisverkehr. Die Flurstraße wird durch einen neuen, dreieinhalb Meter breiten, kombinierten Geh- und Radweg an den Übergang Grindelstraße angebunden. „In diesem Zuge wird beim Parkplatz Flurstraße/Grindelstraße die Verkehrsorganisation neu gestaltet und eine unterirdische Müllsammelstation errichtet“, erläutert Dietmar Haller dieses Vorhaben, das bereits im nächsten Jahr realisiert wird.

Somit können ab dem Herbst 2018 alle aus dem Ortsteil Hasenfeld ins Zentrum fahrenden Radfahrer bequem und sicher auf dem neuen Radweg Flurstraße, die neu gestalteten Übergänge Grindelstraße und Kaiser-Franz-Josef-Straße und dem dazwischen liegenden neuen Verbindungsradweg, außerhalb des hochfrequentierten Kreisverkehr fahren, freut sich Haller. Die Verkehrssicherheit ist damit einen entscheidenden Schritt weiter, ist der Mobilitätsgemeinderat überzeugt.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Lustenau
  • Ein weiterer Schritt zur fahrradfreundlichen Gemeinde
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen