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Ein „Weihnachtsflügelaltar“ für das Krippenmuseum

Ein Geschenk an das Krippenmuseum vom akad. Maler Prof. Gerhard Winkler. Mit Armin Wohlgenannt, Josef Schallert und Anita Götz-Winkler
Ein Geschenk an das Krippenmuseum vom akad. Maler Prof. Gerhard Winkler. Mit Armin Wohlgenannt, Josef Schallert und Anita Götz-Winkler ©Gerty Lang
Ein Exponat, das zeigt, in welche Welt Kinder heute hineinwachsen.
Im Krippenmuseum

Dornbirn. Beim Betrachten des kleinen, geöffneten Altars wird man nachdenklich. Die Technik der Gestaltung ist vergoldete und versilberte Hinterglasmalerei. Er rüttelt auf. Geöffnet zeigt sich die Botschaft von Weihnacht. Ein Altar, bei dem der große Reichtum im Einzelnen liegt. Die Außenflügel zeigen links den Engel der Hoffnung in blau, mit schauenden Augen und dem Symbol des Ankers. Rechts den Engel der Liebe, der mit offenen Augen über das armselige Kind im mittleren Teil des Altares wacht. Er trägt das Symbol des Herzens. Das Kind ist in eine blaue Mandorla gehüllt, mit dem Stern der Verheißung hinter sich. Der Dornbirner Maler, Prof. Gerhard Winkler schenkte dem Krippenmuseum diese Kostbarkeit, die in einem kleinen Kreis feierlich übergeben wurde. Staunend ließen die Museumspädagogin Anita Götz-Winkler, die aus Wien angereist ist, Armin und Erika Wohlgenannt, Karin Gabrielli sowie Heidi und Gerhard Hopfner das Kunstwerk auf sich wirken. „Die Religion geht vom Kind aus. Es zeigt das Werden und Sein, zeigt auf, in welche Welt unsere Kinder hineinwachsen“, erklärte der Akademische Maler.

Im linken Innenflügel ist es die Bedrohung durch die vorhandene, existenzauslöschende Atombombe. Die ständige Bedrohung durch Krieg. Sichtbar gemacht durch Kampfbomber, Panzer und Granaten, sowie durch mediale Bedrohung und den ständigen, grausamen Tod weltweit vor Augen. Der rechte Flügel zeigt die Klimasituation mit der glühenden Sonne, den verdorrenden Früchten, wenigen Tropfen Wasser und dem lauten, nie gehörten Schrei der hungernden Menschen – den Tod vor Augen. Doch unheilvolle Wesen verlassen das Lebensschiff, auf dem das kleine Kind steht. „Das mögen Zeichen der Hoffnung und des Glaubens sein. Ein Zeichen, das für uns die frohe Verkündung der Weihnacht bedeutet“, sagte der nachdenkliche Professor. Museumsleiter Josef Schallert übernahm voll Stolz dieses Kunstwerk „Ich hoffe sehr, dass die Museumsbesucher diese Botschaft auch richtig verstehen. Denn Kinder haben das Recht, in einer friedlichen Welt aufzuwachsen.“ Es ist ein Flügelaltar, der provoziert und einen perfekten Übergang zu den Brauchtumskrippen der heilen Welt in die Wirklichkeit bildet.

 

Öffnungszeiten des Museums:
bis 6. Jänner Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
und am Montag 24.12. von 10 bis 16 Uhr

 

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