Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Ein Spaziergang durch die Geschichte

Die Bahnhof-Haltestelle Haselstauden im Jahr 1960.
Die Bahnhof-Haltestelle Haselstauden im Jahr 1960. ©Stadtarchiv
Auf historischen Wegen unterwegs durch den Stadtteil Haselstauden.

Historisch. (lag) „Lob do Berg und züch is Tal“, ist ein alter Dornbirner Spruch. Wohl seit zehn Generationen sind immer wieder Söhne vom Haselstauder– oder Stiglingerberg ins Tal gezogen und haben zur Vergrößerung des Ortes beigetragen. So sind etwa aus der Familie des Peter Winsauer um 1800 allein vier Söhne hier ansässig geworden und haben sich auf ganz Dornbirn ausgedehnt. Die Familie Ölz ist vor allem durch den Besitz der Mühlen, Sägen und anderen Werken entlang des Baches zu Reichtum und Wohlstand gelangt. Die Salzmanns mussten den Wegzoll an der alten Landstraße einheben. Konrad Salzmann wurde als Kunstmaler bezeichnet, doch keines seiner Werke ist mehr erhalten.

Es ist überhaupt bemerkenswert, dass es in Haselstauden eine Reihe von Malern gegeben hat. Unter ihnen Ulmer, Bobleter und Rick. Nicht einmal der bedeutendste von ihnen, Hanno Rhomberg, der doch für die Wittelsbacher gearbeitet hat, ist in den internationalen Kunstlexika zu finden. Der kirchliche Anschluss hat trotz der josefinischen Reformen auf sich warten lassen. Am Anfang der Haselstauder Seelensorge stand bekanntlich der Saumverkehr in den Bregenzerwald. Die dafür zuständigen Feurstein-Wirte haben die Kapelle um das Jahr 1650 wesentlich vergrößern lassen. Um 1650 wurde auch die Rheingrenze zwischen Mäder und Kriessern genau fixiert.

Ein kurzes Grenzstück liegt der Schnur nach zwischen der Haselstauder Kapelle und der Höhlenburg Wichenstein. Die Kapelle konnte aber nur auffallen, wenn sie frisch gekalkt und neu geschindelt war.

Verzögerter Neubau

Als im 18. Jahrhundert wieder großer Platzmangel herrschte, wurde der Baumeister Michael Beer aus Bildstein mit der Planung einer neuen Kirche beauftragt. Vorgesehen war eine wunderschöne Barockkirche, doch der mächtige Altammann Johann Kaspar Feurstein verhinderte jeden Neubau an einem anderen Platz. Inzwischen wurde durch den Baumeister Sigmund Hilbe ein Taufstein aus Feientobler Marmor gefertigt, der heute noch in Gebrauch ist.

Erst nach dem Tod Feursteins wurde mit dem Bau der jetzigen Haselstauder Kirche begonnen. Es ist nicht wahr, dass die Gläubigen zur Nachtzeit die Pflöcke umgesteckt haben, damit die Kirche größer werden sollte. Vielmehr haben sie in weiser Voraussicht dafür gesorgt, dass zwischen Straße und Kirche ein gehöriger Platz entsteht. Bei der Gemeinde meinte man, dass eine „Filialkirche“ keinen Turm brauche und ein Dachreiter genüge. Der Turm wurde also ohne Bewilligung gebaut und sicher nicht vom damaligen Ammann persönlich bezahlt. Die alte Expositur Haselstauden reichte von Winsau bis in die unteren Werben jenseits der Ach.

Die neue sollte aber nur bis zur neuen Landstraße reichen. Mehr als 200 Jahre später grenzen daher der 4. und 5. Dornbirner Bezirk im unteren Schwefel an der Bundesstraße aneinander. (Auszug aus Dornbirner Schriften Nr. 30)

Text: Gerty Lang

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Dornbirn
  • Ein Spaziergang durch die Geschichte
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen