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"Ein Sommernachtstraum"

Bregenz - Dass Shakespeare vor rund vierhundert Jahren die Leute nicht zum Elfentanz in den Wald schickte, ist inzwischen noch so betulichen Theatermachern und -gehern sowie den Übersetzern klar geworden. 

Es geht in seinem „Sommernachtstraum“ nicht nur um die Liebe, sondern auch um die sexuellen Begierden – handfeste.

Will man das echte Gefühl zudem nicht ganz verleugnen (und Shakespeares Absicht missachten), bleibt Regisseuren kein allzu großer Spielraum. Böser als ihn Stefan Bachmann vor ein paar Jahren in Basel anlegte, kann man den Partnertausch, den Lysander, Demetrius, Hermia und Helena da vollziehen, nicht mehr anlegen – und so setzte auch Jorinde Dröse, die das Stück vor mehr als einem Jahr am Hamburger Thalia-Theater inszenierte, auf jugendlichen Schwung – versehen mit ein wenig Witz und Wehmut. Sprachwitz

„Seid doch öfter lieb zueinander“, scheinen uns die Bregenzer Festspiele, die die Produktion für zwei Gastspiel-Abende einkauften, zuzurufen. Und wenn das schon nicht geht, hilft nur das Wegträumen. Hippolyta (Katrin Wichmann) tut es, Esel hin oder her, die Erinnerung an ihr Erlebnis mit Zettel (dem wunderbar naiven Thomas Schmauser) kehrt mehr Alltagsgrau raus als ein noch so tapsiger Oberon (den Norman Hacker allerdings mit bravouröser Hinterhältigkeit gibt). Die Paare (Daniel Hoevels, Jörg Koslowsky, Anna Blomeier und Paula Dombrowski) drehen so auf, wie es die Zuschauer gerne haben. Puck steht vielleicht weniger drauf, der gibt sich die Kugel.

Ach ja, die Wehmut. . . Damit sie uns nicht so arg streift, wird der gestrafften Fassung nicht nur Sprachwitz eingehaucht, englische Passagen und französischer Akzent (so im großen Festspielhaus verständlich) fördern das Amüsement. Dieses dominierte den Abend – mehr nicht. Mittelstarken Jubel hat es in Bregenz hervorgerufen.

Weitere Aufführung: 18. August, 14 Uhr, Bregenzer Festspielhaus. Dauer: knapp zweieinhalb Stunden, eine Pause.

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