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Ein Schulbezirk mit Lebensqualität

Caroline Nigsch und Erwin Riedesser genießen den Frühling am Marktplatz.
Caroline Nigsch und Erwin Riedesser genießen den Frühling am Marktplatz. ©Gerty Lang

Er ist mit seinen über 12.500 Menschen der einwohnerstärkste Bezirk Dornbirns

Innenstadt. Der erste Bezirk, heute als Markt bezeichnet, galt immer schon als kultureller und gesellschaftlicher Mittelpunkt. Dessen Zentrum selbst bildet wiederum der Marktplatz, der dem Stadtteil seinen Namen gab. Das wirtschaftliche Leben, besonders was Gewerbe und Gastwirtschaft sowie Schulen betrifft, prägte immer schon seinen sehr bürgerlichen Charakter. Zudem grenzt der “Markt” als einziger Stadtteil an alle anderen Bezirke Dornbirns.

Ein Bezirk im Wandel
Am 20. Mai ist es so weit. Das Sonderpädagogische Zentrum “neu” wird dem breiten Publikum offiziell im Rahmen der “Langen Nacht der Schulen” vorgestellt. Die Übersiedelung ins neue Gebäude von der Ausweichschule in der Stadthalle erfolgt in der Woche vor Ostern, so dass die Schüler gleich nach den Ferien “ihre neue Schule” erobern können.

Die Ausweichschule hat sich sehr bewährt und steht zukünftig weiteren Schulen zur Verfügung. Noch in diesem Semester ziehen Teile der Mittelschule Markt ein, da ab Juni die Sanierungen des Klassentrakts anlaufen. Damit ist die HS-Markt in einem Jahr komplett runderneuert und das schöne alte Gebäude aus den 50erJahren erstrahlt wieder in neuem Glanz. “Auch dem Bundesrealgymnasium steht eine Erweiterung bevor. Ostseitig ist ein dritter Turnsaal sowie ein Klassentrakt vorgesehen. Die Planungen sind sehr weit gediehen, sodass man im Gymi nur noch auf den Startschuss wartet. Eine Hürde, und zwar die Finanzierung durch das Unterrichtsministerium, ist noch zu nehmen”, gibt Projektleiter DI Peter Haas einen kleinen Einblick über Dornbirns Schulsanierungen und -Erweiterungen.

Die danebenliegende Jahnturnhalle, die erste Jahnturnhalle Vorarlbergs, soll nach Informationen des Bundesdenkmalamtes unter Denkmalschutz gestellt werden. Die Halle gehört der Turnerschaft Dornbirn, das Grundstück der Stadt. Eine Sanierung ist ab diesem Herbst vorgesehen und wird von der Stadt unterstützt. Störende Anbauten sind bzw. werden beseitigt und die Fassade dem ursprünglichen Zustand nachempfunden. Nicht zu vergessen die VS Edlach, die ebenfalls im Schulraumkonzept der Stadt beinhaltet ist. Diese Schüler weichen dann im Schuljahr 1913/14 in die Ausweichschule Fischbach aus.

Wie von DI Peter Haas noch zu erfahren war, sieht das Schulraum- und Kindergartenkonzept für die Innenstadt einen vierten Kindergarten vor. “Er wird zwischen Franziskanerkloster und Gemeindehaus gebaut. Einige Räume wird auch der Gemeindeverband nutzen. Der Planungswettbewerb findet noch in diesem Jahr statt.”

Stück Industriegeschichte
Nach dem endgültigen Aus der Textilwerke Hämmerle stellt sich nun auch die Frage nach der Nachnutzung der Hallen am Standort Fischbach. Es handelt sich hier um ein Stück der Industriegeschichte Dornbirns an einem sehr schönen Gewerbestandort. Die Stadt könnte sich hier einen Gewerbepark vorstellen, wie er schon an einigen anderen Standorten erfolgreich realisiert wurde.

Anton Fink ist nicht nur Architekt, sondern auch Bauentwickler für die Innenstadt. Er hat das leerstehende PSK-Gebäude neben dem Vereinshaus in der Schulgasse erworben. Dieses soll zukünftig wieder gewerblich genutzt werden. “Abschließend möchte ich noch bemerken, dass die Stadt beabsichtigt, nach Abschluss der Hochbauten und Revitalisierungen in der Innenstadt, die Mozartstraße zu sanieren und hier ebenso gestalterische Verbesserungen vorzunehmen”, so Stadtplaner DI Markus Aberer.

Text: Gerty Lang

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