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Ein Schattenspender im Garten

Kristin und Amina haben es sich unter einer "Platane acerifolia", die "schirmförmig" gezogen ist, bequem gemacht.
Kristin und Amina haben es sich unter einer "Platane acerifolia", die "schirmförmig" gezogen ist, bequem gemacht. ©VN/Paulitsch

Ein gut inszenierter Garten schafft Sonnen- und Schattenplätze.

Gartentipp. Der Baumschatten wird an heißen Tagen als ideal, wohltuend und angenehm empfunden. Gastgärten erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Allerdings ergeben sich durch zu alte, zu große, zu breite Bäume auch Probleme.

Große Wirkung
Bäume wachsen nicht in den Himmel, aber sie wollen höher hinaus als alle anderen Gartenpflanzen. In schmalen Reihenhausgärten will die Wahl des Hausbaumes daher gut überlegt sein. Die wichtigste Frage, die im Vorfeld zu klären ist:

Wie hoch darf er werden, um im Garten nicht zu dominant zu sein, aber dennoch der gestalterischen Aufgabe gerecht zu werden? Der Hausbaum soll an heißen Sommertagen einen angenehmen, kühlen Schatten spenden. Die Belaubung des Baumes absorbiert Schadstoffe, reduziert den Straßenlärm, spendet eine angenehme Luftfeuchtigkeit und lebensnotwendigen Sauerstoff. Das Spiel von Licht und Schatten und das romantische Rascheln der Blätter im Wind schaffen eine einzigartige Atmosphäre. Nachdem im Herbst ein Laubbaum seine Blätter verliert, lässt so ein Laubbaum die wertvolle “Wintersonne” durch.

Faustregeln: Gestaltung
Die Wahl des Hausbaums sollte aber auch juristische Aspekte berücksichtigen: Es gibt eine gestalterische Faustregel: Der ausgewachsene Baum sollte eine Höhe, die ungefähr zwei Drittel der Grundstücksbreite entspricht, nicht überschreiten. Bedingt durch die hohen Grundstückspreise, werden unsere Gärten zunehmend kleiner. Mit Linden, Eichen, Ahorn, Buchen ergeben sich spätestens dann Probleme, wenn die Krone über den Nachbargarten wächst, oder die Verkehrssicherheit bei Hauseinfahrten und an der Straße durch Bäume nicht mehr gewährleistet ist, Bäume nicht “schnitt-tolerant” sind und vergreiste und abgetrocknete Äste auf Menschen oder vorbeifahrende Fahrzeuge fallen können. Diese Erfahrung trifft vor allem auf Pappeln zu. Letztlich gilt es auch immer, das Alter und die Standfestigkeit von Bäumen zu prüfen. Fichten und andere flachwurzelnde Arten sind bei Stürmen extrem gefährdet zu entwurzeln und umzustürzen.

Die Alternative heißt kompakte, kleinwüchsige, attraktive Arten: Baumschulen sowie leistungsfähige Gärtner bieten eine ganze Palette von Bäumen an, die sich optimal eignen. Das sind vor allem Bäume mit Kugelformen, wie z.B. der Trompetenbaum. Ein geradezu idealer Hausbaum ist der flachgezogene “Maulbeerbaum”. Berücksichtigen Sie bei der Wahl auch die Bodenverhältnisse, Standort, aber vor allem, ob es sich um einen schwach oder stark wachsenden Baum handelt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, aber es ist sinnvoll und notwendig, architektonische und ökologische Aspekte kompetent zu prüfen. Für mich ist der Hausbaum mehr als nur ein gestalterisches Element. Ein Baum wird zum treuen Lebenspartner, der einen verlässlich durch das Leben begleitet.

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