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Ein reflektierter Risikotyp

Keiner hat so oft das spektakulärste Skirennen der Welt gewonnen wie er.
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Didier Cuche, die Schweizer Skilegende raste auf der berühmt-berüchtigten Kitzbühler Streif fünf Mal zum Sieg. Schon sieben Jahre ist es seit seinem letzten Triumph her. Doch wenn man den 45-Jährigen über die Zeit seiner Karriere erzählen hört, könnte man glauben, es war gestern.

Streif-Legende

Didier Cuche lebte viele Jahre mit und vom Risiko. Die Zugänge dazu veränderten sich im Laufe seiner unnachahmlichen Karriere. „Als junger Läufer nahm ich zu viel Risiko. Das mündete dann leider in kapitalen Stürzen und in schweren Verletzungen. Danach folgte eine Phase, in der ich aufgrund dieser Erfahrungen etwas zu vorsichtig wurde.“ Erst im reiferen Alter fand der Wirtesohn die richtige Mischung zwischen Risiko und Vorsicht. Es war die Zeit, als der robuste Schweizer Rennen gewann und zu einem der ganz Großen im Skiweltcup aufstieg.

Zur Legende  haben ihn seine fünf Triumphe auf der Streif gemacht. Das eidgenössische Kraftpaket schaffte es im Skimekka zu außergewöhnlicher Beliebtheit. Und das als der Schweizer, der die Österreicher dort am Siegen hinderte.

Gerade die Streif hat ihn den richtigen Umgang mit Risiko gelehrt. „Ich habe natürlich viele schreckliche Stürze dort wahrgenommen. Und ich habe sie zur Analyse genutzt. Wenn ich Fahrfehler entdeckte, so hat mich das nicht nur beruhigt, sondern mir weiter geholfen.“

Didier Cuche ist dem kalkulierten Risiko treu geblieben. „Wer nichts riskiert, gewinnt nichts. Natürlich gehe ich gelegentlich auch heute noch Risiken ein. Aber vieles im meinem jetzigen Leben passiert auch ohne Risiko.“ Dazu gehört die Zeit, die er mit seiner Familie und den zwei Kindern verbringt. Seine Frau Manuela hat er trotzdem noch seiner Skifahrerkarriere zu verdanken. Er lernte sie beim Weltcupfinale 2012 in der Lenzerheide kennen. Sie war damals als Ärztin tätig. Die beiden haben zwei Kinder: Noé (3) und Amelie (1).

Beliebt bei Head

Der Entschluss zum Rücktritt kam für den Schweizer Speedspezialisten als plötzliche Eingebung. Es passierte am Lauberhorn in Wengen. „Da war ich sehr enttäuscht von meinem 15. Platz. Ich habe aus der Distanz schließlich den ganzen Trubel beobachtet und spürte auf einmal: Jetzt musst du aufhören.“ Bereits am Mittwoch darauf, wenige Tage vor dem Rennen auf der Streif, verkündete der unverwüstliche Schweizer, dessen Ski-Umherwirbeln im Ziel ebenfalls legendär wurde, den Rücktritt. Seinen fünften Triumph auf der schwierigsten Abfahrt der Welt am darauffolgenden Samstag ließ er sich dennoch nicht nehmen.

Unvergessen bleibt der gelernte Metzger auch bei seiner Skifirma Head. Er war bei den Mitarbeitern dort äußerst beliebt. Sie schätzten seine angenehme und kooperative Art. Der Vorarlberger Skiproduzent war es andererseits aber auch, der ihm in den letzten Jahren seiner Karriere das ideale Material für seinen größten Erfolge zur Verfügung stellte. Didier Cuche und Head - das passte einfach.

„Ich habe noch heute Kontakt mit Head und Rainer Salzgeber. Wenn ich was brauche, melde ich mich dort immer gerne.“ Didier Cuche pflegt berufliche Partnerschaften mit einer Reihe von Firmen. Als Markenbotschafter ist für ihn der Winter die Hauptsaison geblieben. Mit dem kleinen, aber feinen und für Cuche sehr angenehmen Unterschied: „Ich muss nicht mehr Hunderte Stunden hartes Training absolvieren, um in den Winter zu ziehen.“ Nein, er kann seit sieben Jahren die Sommer genießen.

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