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Ein recht aufmüpfiger "Bewusstloser"

Der Wütende konnte laut Polizei während der Einlieferung nur noch mit Handschellen zur Räson gebracht werden.
Der Wütende konnte laut Polizei während der Einlieferung nur noch mit Handschellen zur Räson gebracht werden. ©VOL.AT/Bernd Hofmeister
Feldkirch - Prozess am Landesgericht Feldkirch: Laut Anklage beschimpfte ein 62-jähriger Mann Polizisten, trat sie mit Füßen und bespuckte sie. Die zuständige Beamtin erinnerte sich als Zeugin vor Richter Richard Gschwenter: "Er jammerte, dass er nichts wert sei. Wir sollen ihn erschießen, wollte er."

Als ihn die Polizeibeamten ins LKH Rankweil einlieferten, wehrte dich der Mann mit Händen und Füßen. Man musste ihm im Notarztwagen Handschellen anlegen. Und dem “Dauerfeuer” seines Speichels mit einer Infektionsmaske einen Riegel vorschieben. “Er beschimpfte uns als Nazis und drohte damit, dass er unsere Familien auslöschen und erschießen werde”, so die Beamten vor dem Richter einhellig. Der Angeklagte selbst stritt die Vorwürfe ab: Er sei während der Dauer des Transports bewusstlos gewesen.

Groll gegen Gerichtspsychiater

Der Mann hatte 1996 seine Gattin erschossen. Laut damaligem Urteil fahrlässig. Seitdem wurde er immer wieder von Gerichtspsychiatern begutachtet. Eine Expertenspezies, die er hasst. “Mit denen habe ich nur schlechte Erfahrungen gemacht.” Gerichtsgutachter Primar Reinhard Haller, gestern ebenfalls vor Gericht anwesend, attestierte dem Beschuldigten eine “paranoide Störung” und “höchstes Fremdgefährdungspotential”.

Das zeigte keine Wirkung beim Angeklagten, der forderte: “Ich will das Gutachten eines bosnischen Gerichtspsychiaters!” Außerdem solle ein Bekannter von der Caritas dem Gericht schildern, wie friedlich doch “Art und Wesen” seiner Persönlichkeit seien. Der Prozess wurde vertagt. Ein weiterer Polizeibeamter muss noch einvernommen werden.

Noch ausführlicher über den skurilen Gerichtsfall lesen Sie hier in der aktuellen Ausgabe der Vorarlberger Nachrichten.

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