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Ein Pionier der „Intertech“

Schwarzach -  Heute öffnet die Intertech-Messe 2011 ihre Tore. Ein Pionier der Intertech, der seit 21 Jahren als engagierter Unternehmer im zuständigen Fachbeirat mit dabei ist, ist der Feldkircher Erich Lingenhöle.

Der Gründer und Geschäftsführer der Lingenhöle Technologie GmbH, die 90 Mitarbeiter hat und sich mit der Wärmebehandlung und Erzeugung von mechanischen Komponenten befasst, erinnert sich zu den VN: „Am Beginn stand der Gedanke einer Technologiemesse, die sich rund um den Bodensee etablieren sollte. Die Absicht war, den Bodenseeraum als High-Tech-Region zu präsentieren und damit aufzuwerten. Dabei waren als Veranstaltungsorte rotierend Friedrichshafen, St. Gallen und Dornbirn vorgesehen. Seit heuer ist aber Dornbirn als einziger Standort übriggeblieben.“

Mangelndes Engagement

Was waren die Ursachen dafür? Lingenhöle: „Friedrichshafen hat ein großes Messegelände gebaut und europaweite Messen wie die Fakuma, die internationale Fachmesse für Kunststoffverarbeitung, aufgezogen. Da passte dann die Intertech nicht mehr ins Konzept. Deshalb ließ dort auch das Interesse der Unternehmer für die Intertech nach. Ähnlich war es in der Schweiz, wo es die Messe Swisstech in Basel gibt. Auch dort fehlte plötzlich das Engagement vieler Unternehmer.“ In Vorarlberg gab es hingegen eine andere Ausgangslage. Lingenhöle dazu: „Hier hat es immer Unternehmer gegeben, die gesagt haben, wir brauchen die Intertech als Gradmesser der Wirtschaftskraft und der Innovationen in Vorarlberg. Einer von ihnen ist Reinhard Metzler. Heute ist ein ganz wichtiger Zweck dazugekommen. Es geht darum, die Jugend zur Technik hinzuführen, sonst haben wir in Zukunft ein Problem. Dazu müssen wir den Jugendlichen aber zeigen, was alles die Region an High-Tech hervorbringt.“ Der Unternehmer, der auch Obmann von V-Research ist, weist aber auch auf einen anderen Umstand hin: „Durch die Vernetzung von angewandter Forschung und Technologie und der Messe kann man alle unsere Forschungsergebnisse einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.“ Vehement tritt Lingenhöle dafür ein, die Intertech auch in Zukunft in Dornbirn neben den Publikumsmessen weiterzuführen. „Das würde der Idee der weitblickenden Messegründer entsprechen, die vor Jahrzehnten ein Schaufenster des damaligen Textillandes Vorarlberg geschaffen haben. Auch heute braucht Vorarlberg als Technologieland eine solche Plattform, die den Wandel, den Vorarlberg erfolgreich bewältigt hat, aufzeigt. Das hat auch der frühere Messedirektor Roland Falger so gesehen wie ich“, nennt er als Gründe.

Zahlreiche Funktionen

Lingenhöle ist u. a. Mitglied im Arbeitgeberkomitee der Vorarlberger Elektro- und Metallindustrie, Obmann von V-Research und Mitglied des arbeitsrechtlichen Ausschusses der Wirtschaftskammer Österreich. Soll Vorarlberg auch in Zukunft als Technologieland wettbewerbsfähig bleiben, müssten seiner Ansicht nach einige Rahmenbedingungen geändert werden. Dazu gehören eine steuerliche Entlastung des Faktors Arbeit und auch die Benya-Formel bei den Lohnabschlüssen (Teuerungsabgeltung plus 50 Prozent Produktivitätszuwachs) wird in Zukunft nicht mehr als Grundlage gelten können. Das größte Problem für die Zukunft sieht er aber in einer Rohstoffkrise.

Zur Person:

Erich Lingenhöle, Unternehmer Geboren: 1946 in Feldkirch Ausbildung: Pflichtschulen, Lehre als Maschinenschlosser bei den ÖBB, Werkmeisterschule in Graz Werdegang: Prokurist und dann Übernahme der Firma Netstal durch ein Management-Buy-out Hobbies: Golf, Skifahren Familie: getrennt lebend, drei Kinder

VN

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