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Ein Operettengraf auf Hochglanz

Das Operettenpaar Angèle-René (Nicola Becht-Michael Suttner).
Das Operettenpaar Angèle-René (Nicola Becht-Michael Suttner). ©Operette Balzers.

Die in der Region sehr beliebte Operette Balzers hatte mit Franz Lehárs Meisteroperette „Der Graf von Luxemburg“ im Gemeindesaal glanzvolle Premiere.

Balzers. (sch) Sie haben wieder einmal „weder Mühen noch Kosten gescheut“, die kreativen Köpfe der Operette Balzers mit ihrem rührigen Präsidenten Toni Bürzle, der überdies auch ein liebenswerter Charakterkomiker auf der Bühne ist. Das jüngste „Kind“ der seit 1946 bestehenden Operettenbühne (heute im Gemeindesaal) ist die populäre Operette „Der Graf von Luxemburg“ (1909 in Wien uraufgeführt). Der Erfolg der leichtfüßigen, aber selbstredend nicht geistreichen Story hängt wie bei (fast) jeder Operette vom jeweiligen Meister der Melodien ab. Und da hat der „silberne“ Operettenkönig Franz Lehár mit österreichisch-ungarischer Blutsmischung (1870, Komorn – 1948, Bad Ischl) das seichte Libretto von Willner/Bodanzky derart veredelt, dass sinnliche Lehár- Melodien wie etwa „Bist du´s, lachendes Glück“ oder „Mädel klein, Mädel fein“ usw. unsterblich geworden sind. Nun, die Operette Balzers entzückte das erwartungsvolle Premierenpublikum mit einer Aufführung, die rundum höchstes Operettenniveau hat.
Die neue Drehbühne mit bisweilen offenem Umbau spielt alle technischen „Stückel“, das wechselnde Bühnenbild und die Beleuchtung schufen die bewährten Könner der Familie Gstöhl. Gleich zu Beginn der Karneval-Szene begeistern die wunderschönen, von der Künstlerin Caroline Neven du Mont aus München handgefertigten Masken und Kostüme à la Venedig. Eine besondere Augenweide ist auch das betörend-sexy Damenballett (Choreografie: Miguel Angel Zermeño).

Eine Traumbesetzung

Paris, Ende der Dreißigerjahre. Der unechte „Graf von Luxemburg“ (der verbummelte Schriftsteller René Graf) ist wieder einmal pleite und nimmt das Angebot des in die Sängerin Angèle Didier verliebten alten Fürsten Basil an, um für viel Geld eine Scheinehe mit Angèle einzugehen, sie zur „Gräfin“ zu machen, die dann der Fürst, nach einer Scheidung standesgemäß heiraten kann. Die „Ehepartner“ dürfen sich aber nicht kennenlernen! Natürlich sehen sich René und Angèle aber doch, verlieben sich ineinander, und der „heiße“ Fürst muss sich mit seiner alten russischen Gräfin begnügen. Die Lehár-Melodien wurden locker und schwungvolle gespielt vom Sinfonieorchester Liechtenstein (mit etlichen Vorarlberger Musikern), erstmals unter der kompetenten Leitung von Willi Büchel (mit Assistenz von Maestro Karl Heinz Dold). Regisseur Nikolaus Büchel sorgte (auch in bearbeitetenTexten) für wohltuende Psychologie im Operetten-Wirrwarr und machte aus dem fülligen Chor (Paul Faderny) lebendige Bühnenmenschen.
Der Münchner Tenor Michael Suttner gab den leichtlebigen „Grafen“ René mit Charme und leuchtender Stimme; sein Freund, der Maler Armand alias Harald Wurmsdobler (OÖ) war das sympathische heitere Gegenstück. Er liebte turbulent die temperamentvolle Sängerin und brillante Schauspielerin Christine Schneider aus Vorarlberg (Juliette). Die beliebte deutsche Diva Nicola Becht war eine stolz verliebte Angèle mit viel Emotion im noblen Sopran. Monika Reisch aus Frastanz bot als russische Gräfin eine herrliche komische Alte, und Toni Bürzle als Fürst machte seiner brünstigen Verliebtheit mit vielen komischen Details und gewaltigen Sprüngen Luft… Ein Fest für Operettenfreunde, das noch bis 10. März 2012 in Balzers genossen werden kann! Kartenbestellung: Tel. 00423 384 0404./www..operette-balzers.li

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