Ein neues Produktivquartier entsteht im Millennium Park

©Weitere 23.000 m² für den Ausbau des Millennium Parks zum Produktions-, Wohn- und Bildungsquartier werden nun sukzessive entwickelt, überbaut und genutzt.
Der Millennium Park wächst weiter und das Innovationsgebiet wird zum Produktions-, Wohn- und Bildungsquartier ausgebaut.

Mit 23.000 Quadratmetern, die mit Produktionsbetrieben, Bildungsangeboten gefüllt werden, dazu noch Raum für eine Markthalle und Wohnungen, sorgt Projektentwickler PRISMA für die dynamische Weiterentwicklung des Millennium Parks. Geplant ist eine phasenweise Umsetzung des Konzepts mit einem Betrachtungszeitraum bis zur Fertigstellung von ca. zehn bis 15 Jahren. In diesem Zeitraum sollen Entwicklungsmöglichkeiten für ca. 40 bis 60 Unternehmen und damit verbunden ca. 300 bis 450 Arbeitsplätze entstehen.

Neben dem großen Zukunftsprojekt wird von den Partnern bereits das nächste Gebäude umgesetzt: Noch im Herbst dieses Jahres wird im Millennium Park ein neues multifunktionales Betriebsgebäude, MP 15, mit neuen Räumlichkeiten für ZIMM, SEW Eurodrive und Smart-Textiles Pionier Günter Grabher fertiggestellt. Österreichs einzige Maschine zur Herstellung von hochwertigen Filter-vliesen im sogenannten Meltblown-Verfahren wird hier in Betrieb genommen.

Erfolgsgeschichte

Die Geschichte des Millennium Parks begann 1997 mit einem kooperativen
Entwicklungskonzept der Marktgemeinde Lustenau und der PRISMA. Mit Innovationsführern und Hightech-Unternehmen wie S.I.E. Solutions, ZIMM, Identec, Thien eDrives und Baumschlager Eberle Architekten hat sich der Millennium Park seither als Vorzeigestandort positioniert, der weit über Vorarlberg hinauswirkt.

Für 95 Unternehmen (inkl. EPUs) und rund 900 Mitarbeiter(innen) bietet der Millennium Park nicht nur Arbeitsräume, sondern auch umfangreiche Netzwerk-, Service- und Infrastrukturangebote wie z. B. Kinderbetreuung, Gastronomie, Innovation Nights oder das kürzlich eröffnete AMEDIA Hotel.
Der Millennium Park wird als Produktivquartier zu einem Betriebsgebiet der nächsten Generation weiterentwickelt: Es vereint Arbeiten, Wohnen und Leben und verzahnt damit industrielle Produktion und urbanen Raum.

Gebäudeprojekt „MP 15“

Der neue Standort für produzierende Unternehmen besteht aus zwei Gebäuden mit insgesamt ca. 1400 qm Büro- und ca. 1700 qm Produktionsmietflächen, die mit einem Flugdach und einer gemeinsamen Tiefgarage mit 60 Stellplätzen mit- einander verbunden sind.

Realisiert wird er im Rahmen einer gemeinsamen Gesellschaft der PRISMA Unternehmensgruppe und der ZIMM GmbH, welche auch einen Teilbereich der Flächen nutzen.

In den beiden Gebäuden befinden sich vier Produktionshallen und straßenseitig zweigeschossige Büroflächen. Die von Aicher Architekten geplanten Gebäude zeichnen sich durch eine hochwertige Fassadengestaltung und eine moderne Ausstattung aus. Die Baukörper ermöglichen getrennt nutzbare Firmeneinheiten. Im Gebäude befinden sich vier multifunktional nutzbare Produktionshallen, denen straßenseitig zweigeschoßige Büroflächen zugeordnet sind. Die Tiefgarage hat 60 Stellplätze und ist mit jener des benachbarten AMEDIA-Hotels verbunden.

Forschung und Innovation

Einem, dem es immer wieder gelingt, durch Innovation Potenziale zu heben, ist Günter Grabher, Geschäftsführer der Grabher Group. Der Smart-Textile-Spezialist nimmt mit seiner Textilveredelungs GmbH im Millennium Park eine 5,6 Millionen Euro teure Anlage zur Herstellung von Filtervlies in Betrieb. Diese Vliese werden insbesondere zur Produktion von Mund-Nasen-Schutz, OP-Masken sowie FFP2- und FFP3-Masken verwendet. Das spezielle Filtermaterial wird jedoch auch für Luft- und Wasserfiltration verwendet. „Wir stecken viel Know-how in unser Forschungspersonal und wir sind mit dem Material in Österreich komplett autonom für solche Filtermaterialien“, erläuterte der Textilunternehmer.

Innovation gehört bei Grabher praktisch zum Alltag. In seiner Firmengruppe laufen aktuell 13 Forschungsförderungsprojekte: vom Vitaldatenmonitoring über Energy Harvesting, also der Energieerzeugung aus Textilien, bis hin zu einem textilen Sensorsystem zur Messung von Herzanomalien.

Herzrhythmusstörungen aufspüren

In der neuen Firma „24sens GmbH“ findet die Entwicklung eines textilen Sensor-systems zur Messung von Herzanomalien und Vorhersagen von Herzinfarkten und Hirnschlägen statt. Das Joint Venture 24sens wurde von zwei führenden Experten für KI und intelligente Textilien gegründet, um die größte Herausforderung im Gesundheitswesen anzugehen – Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ein Produkt zur Aufzeichnung und Visualisierung von Herzfrequenzen und bestimmten Herzerkrankungen – ein komfortabler Schultergurt mit einer auf Sensortechnologie basierenden Softwarelösung zur Beschleunigung einer gezielten und zuverlässigen Diagnose wird im Millennium Park entwickelt.

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