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Ein Neubeginn mit 65

Peter Niedermair, Murat Üstün, Benny Gleeson, Georg Vith (vl)
Peter Niedermair, Murat Üstün, Benny Gleeson, Georg Vith (vl) ©Edith Rhomberg
Benny Gleeson fand in Portugal seinen Weg zur Bildenden Kunst.
Ausstellung Benny Gleeson

Dornbirn. Es war ein Abend der Premieren, zu dem Benny Gleeson (65) ins Jazzseminar der Musikschule Dornbirn geladen hatte. Entsprechend groß war die Anspannung des früheren aktiven Musikers und Lehrers im Vorfeld der Ausstellungseröffnung. Hier, am Ort seines beruflichen Wirkens bis vor ein paar Jahren, fand am vergangenen Wochenende seine erste Ausstellung als Bildender Künstler statt. Nie zuvor waren die Räumlichkeiten für eine derartige Ausstellung genutzt worden. Zwei Tage lang dauerte die Präsentation von Gleesons Objekten aus Stein. Die Geschichte und wie es zur Wandlung und Neufindung des Dornbirners kam, erzählte Peter Niedermair, der auch das Vorwort zum Ausstellungskatalog beisteuerte.

Der akustische Beitrag, den er nicht als Musik, sondern als Klänge bezeichnete, kam vom Musiker, Komponisten und Lehrer an der Musikschule, Murat Üstün. Die zahlreichen Gäste, darunter die beiden Söhne Gleesons, Robin und Adrian, deren Mutter Bärbel Gleeson sowie Stadträtin Marie-Louise Hinterauer, die Schwester Gleesons, waren vom Gebotenen überrascht und beeindruckt. Das Stück „Hängebrücke“, war eine persönliche Hommage an seinen Freund Benny. Üstün dazu: „Er hat für mich vor 25 Jahren getrommelt, und jetzt ist die Reihe an mir, ihm dafür etwas zurückzugeben.

„Es hätte ja alles so schön sein können“, sagt Benny Gleeson mit Blick auf seinen Neubeginn. Schön und einfach, diese beiden Begriffe passen aber nicht wirklich zur Lebensphilosophie des Künstlers. Es ist vielmehr der schwierige Weg, der ungewisse, ja sogar bedrohliche, den er zu bevorzugen scheint. In Portugal schließlich entsteht, aus einer großen Leere heraus, die Idee, sich auf die künstlerische Auseinandersetzung mit kleinen Felsbrocken einzulassen.

Viele kamen zur Ausstellung

Das Resultat des skulpturalen Konzeptes wurde den Besuchern der Ausstellung präsentiert. Fasziniert von den Objekten zeigte sich nicht nur Alexandra Kieber, die von ihrem Lieblingsexemplar kaum loskam, sondern auch Georg Vith, Ute Kalb, Christine Wittmann oder Edith Betzler. Gleeson betrachtet seine erste Ausstellung bescheiden als einen Versuch. Jeder seiner Steine ist Träger einer zeitkritischen Botschaft und Gleeson geht so weit, die Objekte mittels eines eingesetzten Elektronikteils zum Cyborg, zum Mischwesen, zu deklarieren.

Der Einladung zur Ausstellungseröffnung gefolgt waren auch Anja Sagara Ritter, Michael Striebel, Dieter Koschek, Stoph Sauter, Karin Dünser, Peter Bader, Gerald Futscher, Christa Futscher, Brigitte Dünser, Wolfgang Juen. Die Gäste genossen feine Brötchen, hergestellt und geliefert von den Dornbirner Jugendwerkstätten. Karin Maierwieser, Katharina Kalb und Marilena Tumler sorgten für einen harmonischen Ablauf des gelungenen Abends.

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