Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Ein kongeniales Duo

Christian Muthspiel huldigte Ernst Jandl im TaS.
Christian Muthspiel huldigte Ernst Jandl im TaS. ©Veranstalter/TaS

Der österreichische Musiker Christian Muthspiel huldigte dem legendären Dichter Ernst Jandl.

Feldkirch. Leider versäumten wieder einmal viele Musik-und Literaturfreunde einen exquisiten und in seiner Art singulären Abend im Theater am Saumarkt. Rund um den 8. Feldkircher Lyrikpreis 2010, der am Wochenende vergeben wurde, bot das TaS ein interessantes Rahmenprogramm, das als Auftakt den österreichischen Allroundmusiker Christian Muthspiel mit seiner faszinierenden Hommage für den legendären Dichter Ernst Jandl (1925-2000, 85. Geburtstag und 10. Todestag) präsentierte. “für und mit ernst” nennt Muthspiel seine Soloperformance nach Lyrik von Ernst Jandl, die er mit Posaune, Klavier, Stimme, Electronics und diversen Toys gestaltete. Zwei österreichische Kulturgrößen waren präsent: Christian Muthspiel (geb.1962 in Judenburg) ist auf der ganzen Welt als Jazz-Musiker, Komponist, Dirigent, Posaunist und Pianist bekannt geworden. Der Musiker ist sowohl in der improvisierten Musik als auch in der konventionell komponierten Musik höchst aktiv und versucht, diese beiden Welten zu verbinden.
Und Ernst Jandl, mit dem Muthspiel noch aufgetreten ist, ging in die Literaturgeschichte ein mit seiner populär gewordenen, speziell-humoristischen Sprachkunst der experimentellen Lyrik. Jandls Lesungen der eigenen, fast stets skurril verfremdeten Gedichte (den Intentionen von Karl Valentin nicht unähnlich) besaßen eine unverkennbare Sprachmelodie. Und dieses Faktum inspirierte den Musiker Muthspiel für seine Soloperformance.

Kreative 80 Minuten

Zwischen zahllosen Klang-bzw. Geräuschrequisiten auf der TaS-Bühne zauberte Muthspiel am Klavier, mit seiner Posaune, als Beatboxer, mit Rap usw. einen faszinierenden Jandl-Kosmos aus Wort und Musik. Muthspiel: “Ich habe meine Klänge und Geräusche der eingespielten Originalstimme Jandls als Tonteppich unterlegt und so mit vielfältigem akustischem und elektronischem Instrumentarium einen innigen Dialog zwischen mir und dem Dichter geschaffen.” 30 Gedichte Jandls, mit vielen Highlights wie dem berühmten “Heldenplatz” oder “liegen, bei dir”, zogen in atemberaubender Adaption am begeisterten Publikum vorüber. Jubel für den Allroundmusiker, der bescheiden nach oben blickte mit einem “Danke, Jandl!” …

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Feldkirch
  • Ein kongeniales Duo
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen