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Ein Jahr Akutneurologie und Stroke Unit am LKH Feldkirch

In der Hirnkreislauf-Ambulanz werden mittels Sonographie die hirnversorgenden Gefäße im Halsbereich sowie die Gefäße direkt im Hirn untersucht. Gleichzeitig ist dies auch die Nachsorgeambulanz für den obligaten Kontrolltermin 3 Monate nach Schlaganfall.
In der Hirnkreislauf-Ambulanz werden mittels Sonographie die hirnversorgenden Gefäße im Halsbereich sowie die Gefäße direkt im Hirn untersucht. Gleichzeitig ist dies auch die Nachsorgeambulanz für den obligaten Kontrolltermin 3 Monate nach Schlaganfall. ©Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H.
Tagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft in Vorarlberg.

Seit Jänner 2014 verfügt Vorarlberg mit dem Institut für Akutneurologie und Schlaganfall (IANS) am LKH Feldkirch über eine Stroke Unit.

Prim. Dr. Philipp Werner und sein Team haben 2014 insgesamt rund 450 Vorarlberger Schlaganfallpatienten als Akutnotfälle stationär behandelt. Die Einrichtung erweist sich somit als wichtiges Glied in der Vorarlberger Notfallversorgung, die Fallzahlen im ersten Jahr sprechen für sich.

“Stroke Unit” ist der internationale Begriff für die Schlaganfall-Einheit, in welcher Patienten mit schweren Schlaganfällen rund um die Uhr behandelt werden können. Eine solche Einheit wurde vor genau einem Jahr am LKH Feldkirch für das Einzugsgebiet Vorarlberg eingerichtet. Treibender Motor war unter anderem auch Prim. Dr. Philipp Werner, der bereits zuvor die Betreuung und medizinische Kontrolle von neurologischen Patienten, insbesondere Schlaganfallerkrankten am LKH Feldkirch übernommen hatte. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in den westlichen Industrienationen. Jährlich erleiden etwa 20.000 Österreicher, davon rund 1.000 Vorarlberger einen Schlaganfall. „Mit der Einrichtung der Stroke Unit haben wir eine Struktur geschaffen, die in Österreich State of the Art ist und auch nach internationalen Erkenntnissen die optimierte Schlaganfallbehandlung ermöglicht: schnelle Diagnostik, leitlinienkonforme Therapieentscheidung, rascher Therapiebeginn und dann Frührehabilitation“, erklärt GF Dir. Dr. Gerald Fleisch, Vlbg. Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H. die Notwendigkeit der Stroke Unit. Auch Landesrat Dr. Christian Bernhard zeigt sich zufrieden: „Durch schnelle Diagnostik, leitlinienkonforme Therapieentscheidung und einen raschen Therapiebeginn kann eine Mortalitätssenkung, eine Reduktion der Schwere des Schlaganfalls und ein verbessertes Ausgangsniveau für eine optimale Neurorehabilitation erzielt werden“.

Geschichtliche Entwicklung

Vor der Einrichtung der Stroke Unit – und auch jetzt noch, je nach Art des Schlaganfalls –  wurden und werden Schlaganfallpatienten in den Abteilungen für Innere Medizin in den Krankenhäusern behandelt. Die behandelnden Ärzte in Vorarlberg haben sich bereits Jahre zuvor zum „Schlaganfall-Netzwerk Vorarlberg“ zusammengeschlossen und Leitlinien für die Behandlung von Schlaganfällen auf dem neuesten Stand des medizinischen Wissens festgelegt. Diese werden auch heute laufend aktualisiert und geben die Behandlung von Schlaganfall-Patienten in ganz Vorarlberg vor. Prim. Dr. Philipp Werner: „Die Errichtung des IANS war der logische Schritt zu einer optimierten Schlaganfallbehandlung in Vorarlberg. Es fungiert als Drehscheibe in der Versorgung neurologischer Akutpatienten, insbesondere Patienten mit Schlaganfall. Rund um die Uhr stehen Mitarbeiter des IANS mit hoher Expertise auf diesem Gebiet der Vorarlberger Bevölkerung zur Verfügung.“

Schlaganfall: „Time is Brain“

Die österreichische Spitalsstrukturplanung sieht die Etablierung von so genannten Stroke Units an neurologischen Abteilungen in den Bundesländern vor, derzeit gibt es 37 Stroke Units österreichweit.

Der Vorteil dieser Units ist die Bündelung der Kompetenz und die im Vergleich zur Normalstation intensiveren Überwachungsmöglichkeiten der Erkrankten.

Die Bündelung von Kompetenz bedeutet auch raschere Behandlungsentscheidungen. Denn bei der Schlaganfallbehandlung ist Zeit kostbar: Time is Brain.

Wie funktioniert die Versorgungskette bei Auftreten eines Schlaganfalls?

Wenn ein Patient mit Verdacht auf Schlaganfall in die Notfallaufnahme oder den Schockraum eines Krankenhauses in Vorarlberg eingeliefert und die Diagnose Schlaganfall gestellt wird, entscheiden die behandelnden Ärzte anhand der objektiven Leitlinien, ob der Betroffene in die Stroke Unit überstellt werden muss oder im primären KH behandelt werden kann. Diese wichtige Entscheidung kann bereits der Notarzt vor Ort treffen. „Deshalb führen wir auch Schulungen der Notärzte auf das Erkennen und Einschätzen des Schweregrades von Schlaganfällen durch“, erklärt Prim. Dr. Werner eines seiner Anliegen.

Versorgung von Schlaganfallpatienten

Ein Schlaganfall wird durch ein Blutgerinnsel oder das Platzen eines Gefäßes im Hirn verursacht. Zeit ist hier kostbar. Eine rasch einsetzende Behandlung innerhalb der ersten Stunden (z.B. Lysetherapie – Auflösen des Blutgerinnsels) kann das Ausmaß des Schadens am Gehirngewebe verringern. Die Lysetherapie kann auch in den Abteilungen für Innere Medizin durchgeführt werden. Aber es gibt Schlaganfälle, die kompliziertere Verläufe oder ein höheres Risiko aufweisen. Diese Patienten müssen in die Stroke Unit verlegt werden. Sie bedürfen einer intensiveren Überwachung oder einer komplexeren Therapie. Die Entscheidung, welcher Patient in die Stroke Unit verlegt wird, ist ebenfalls in den objektiven Leitlinien des Schlaganfall-Netzwerkes festgelegt.

18. Jahrestagung der Österreichischen Schlaganfall-Gesellschaft (ÖGSF)

Dass Vorarlbergs Bemühungen um die Schlaganfallpatienten auch bundesweit Anerkennung findet, zeigt der Veranstaltungsort der diesjährigen ÖGSF-Jahrestagung am Landeskrankenhaus Feldkirch. Dieser dreitägige Kongress wird von Prim. Dr. Ph. Werner und seinem Team organisiert. Namhafte Redner aus dem In- und Ausland präsentieren die wissenschaftlichen Entwicklungen an Österreichs 37 Stroke Units und den neurologischen Abteilungen zu Themen wie Prävention, Akuttherapie und Schlaganfallrehabilitation. Da auch das nicht-ärztliche Krankenhauspersonal (Pflege, Therapeuten) eine sehr wichtige Rolle in der Behandlungskette einnimmt, findet im Rahmen der Wissenschaftlichen Tagung ein zweitägiges Pflegesymposium inklusive Pflegeworkshop statt. Weitere Informationen erhalten Sie auf www.oegsf.at und auf www.lkhf.at/akutneurologie.

 

ZAHLEN/DATEN/FAKTEN

SCHLAGANFALL

  •    ~ 1.000 Schlaganfälle in Vorarlberg
  •    450 Patienten im ersten Jahr der Stroke Unit
  •    3-4 Tage Aufenthalt an der Stroke Unit (Akutbehandlung und Frührehabilitation), dann je nach Beschwerdebild Weiterbehandlung in der Abteilung für Neurologie am LKH Rankweil (Nachsorge) und letztlich entweder weiterführende stationäre Rehabilitation oder Entlassung nachhause und/oder ambulante Rehabilitation.

Was ist ein Schlaganfall?

Ein Schlaganfall ist eine plötzliche Gehirnfunktionsstörung, verursacht durch ein Blutgerinnsel oder das Platzen eines Gefäßes im Hirn. Zeit ist hier kostbar. Eine rasch einsetzende Behandlung innerhalb der ersten Stunden (z.B. Lysetherapie – Auflösen des Blutgerinnsels) kann das Ausmaß des Schadens am Gehirngewebe verringern.

Wie erkennt man einen Schlaganfall?

  •  Plötzliche Lähmung an Gesicht, Bein, Arm (z.B. halbseitig)
  •  Plötzliche Gefühlsstörung, z.B. Taubheitsgefühl einer Körperhälften oder in Teilbereichen
  • Plötzliche Sprachstörung: Schwierigkeit zu sprechen oder Gesagtes zu verstehen
  • Plötzliche Sehstörungen: teilweiser Ausfall des Gesichtsfeldes auf beiden Augen.
  • Plötzlich auftretender, heftigster Kopfschmerz, u.U. mit Erbrechen und neurologischen Ausfällen einhergehend.
  • Plötzliche Bewusstseinseintrübung bis hin zur Bewusstlosigkeit

Was muss ich tun?

  • Schlaganfall  = Notfall! Verlieren Sie keine Zeit!
  • Rufen Sie umgehend die Rettung: Telefon 144

Sofortmaßnahmen:

  •  Oberkörper 30 Grad hochlagern
  • Bei Bewusstlosigkeit die betroffene Person in stabile Seitenlage bringen
  • Bei fehlender Atmung mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen

Quelle: http://www.schlaganfallnetzwerk.at/

Weitere Informationen für betroffene Patienten:

Selbsthilfeverein für Patienten Vorarlberg nach Schlaganfall und Schädelhirntrauma und deren Angehörige www.net-lugg-lo.at

AKUTNEUROLOGIE LKH FELDKIRCH LEISTUNGEN:

Betten

  •  4 Betten
  • Verweildauer: durchschnittlich 3 bis 4 Tage, dann extramurales Nachsorgeprogramm und Rehabilitation
  •  2014: rund 450 stationäre Patienten

Mitarbeiter

  •   Prim. Dr. Philipp Werner
  • Stv. OÄ Dr. Andrea Mayr
  • weitere 6 Fachärztinnen für Neurologie
  • Pflegeteam
  • Ergo- und Physiotherapeutinnen, Logopädinnen sowie EEG-Assistentinnen


 

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