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Ein Hilfsprojekt, das im Kleinen Großes bewirkt hat

Bei der Feier galt der Dank dem Gründer des Hilfsprojekts, Pfarrer Franz Winsauer und seinem Team
Bei der Feier galt der Dank dem Gründer des Hilfsprojekts, Pfarrer Franz Winsauer und seinem Team ©edithhaemmerle
Vor 25 Jahren gründete Pfarrer Winsauer das Projekt Albanien. Das Jubiläum wurde gefeiert.
25 Jahre Projekt Albanien

Dornbirn (EH) In kleinen Schritten hat Pfarrer Franz Winsauer das Hilfsprojekt vor 25 Jahen aufgebaut. Beinahe hoffnungslos erschien ihm das Unterfangen im Anblick der unvorstellbaren Armut, die sich ihm bei seiner ersten Ankunft in Mirdita, einer Stadt im nördlichen Bergland Albaniens, bot. Bei seinem unermüdlichen Einsatz, unterstützt von einem Team freiwilliger Helfer und vielen Spendern, gelang es ihm, im Kleinen Großes zu bewirken. Der Stein zur Gründung des Sozialprojekts kam mit der Renovierung der Kirche in Schwarzach ins Rollen. Dort, wo Winsauer lange Zeit als Seelsorger wirkte. Groß war dort auch die Spendenbereitschaft, die sich im ganzen Land ausbreitete, als die ersten Bilder die katastrophalen Verhältnisse in Nordalbanien, vor allem das Fehlen von Schulen und Bildungswesen sowie von Krankenstationen, sichtbar machten. „Die Armut mit Bildung überwinden“, begleitete von Anfang an das Vorhaben des Priesters. Sein Hauptanliegen setzte der Verein „Projekt Albanien“ in 25 Jahren in sichtbare Projekte um. Schulen und Kindergärten wurden neu gebaut oder renoviert. Mit den Spendengeldern wurden zudem acht Gesundheitszentren zur Verbesserung der medizinischen Versorgung in den Bergen aufgebaut. Ebenso wurden 40 Kilometer Wasserleitungen errichtet. Der erste finanzierte Bau war eine Bäckerei. Der zweite erfolgte auf Wunsch der Albaner, in dieser Region vorwiegend katholisch, der Bau einer kleinen Kirche. „Wir begegnen den Menschen mit Achtung und Wertschätzung“, sagt Winsauer und ist auch seiner Ideologie bis heute treu geblieben: „Wir leisten keine Hilfe, indem wir den Menschen Geld geben, sondern ausschließlich durch Sachspenden, wie Kleidung, Haushaltsgeräte und Lebensmittel“, erwähnt er auch die vielen Hilfstransporte nach Albanien. Von Anfang an untersützt zudem eine Frauengruppe aus dem Hatlerdorf die Lieferungen mit dem Sortieren und Verpacken der Sachspenden.

Würdige Feier mit hoher Auszeichnung

Bei der Feier im Pfarrheim Hatlerdorf zum 25-jährigen Bestehen des Hilfsprojekts, wurde dem Gründer und seinem inzwischen zehnköpfigen Team ein großer Dank ausgesprochen. Musikalisch begleitet wurde der Abend am 27. April von einer jugendlichen Besetzung der „Hatler Musig“. StR. Marie-Louise Hinterauer sprach im Namen der Stadt ihre Wertschätzung für das Projekt aus. Eine Delegation aus Albanien mit dem Bürgermeister der Stadt Mirdita würdigte die großen Verdienste des Dornbirner Priesters und überreichte ihm die bisher höchste Auszeichnung, ein goldenes Emblem von der Bashkia Mirdita. Nun legt der inzwischen über 80-jährige Priester sein Wirken in jüngere Hände. Seine bisherige „rechte Hand“ im Team, Bernhard Köb, übernimmt die Agenden als Obmann des Vereins. Ein wachsames Auge will Winsauer dennoch auf sein Projekt legen. Er wird seinem Team nach wie vor mit Rat und Tat zur Seite stehen und drauf schauen, dass die Spenden am richtigen Ort den Zweck erfüllen. „Die Motivation in der Fortführung der Hilfeleistung gibt uns die Dankbarkeit und die Freude der Menschen, die einen Weg aus der großen Armut gefunden haben“, spricht Sabine Hämmerle (Familienpatenschaften), im Sinne aller Ehrenamtlichen. Damit der Spendenfluss in Bewegung bleibt, überreichte Roswitha Stieber zum Abschluss im Namen des Kerzen-Teams der Pfarre Hatlerdorf 1000 Euro.

Kontakt:
Projekt Albanien, Verein für Entwicklungshilfe
Pfarrer Franz Winsauer, Dornbirn
E-Mail: franz.winsauer@vol.at
www.projekt-albanien.at
Spendenkonto „Projekt Albanien“: AT28 2060 2000 0141 9613

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