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Ein Herz für die Armen

Ruben und Linda Köb mit dem Foto "ihres Hauses Ruben", Pfarrer Georg Thaniyath
Ruben und Linda Köb mit dem Foto "ihres Hauses Ruben", Pfarrer Georg Thaniyath ©Margarethe Ruff
"Dach überm Kopf"
"Dach überm Kopf"

Pfarrer Georg Thaniyath zeigte berührenden Film von der Übergabe neuer Häuser in Indien.

Hohenems. Jelantharan steht morgens um sechs Uhr auf dem Marktplatz und hofft auf einen Hilfsarbeiterjob für den Tag. Manchmal gibt es Arbeit, dann kehrt er abends mit etwas Reis zu seiner Frau Anitha und den beiden Kindern zurück. An anderen Tagen gibt es keine Arbeit. Dann müssen Eltern und Kinder hungrig ins Bett, das heißt ein Bett gibt es nicht, die armselige, dunkle Hütte mit Lehmboden, Wänden aus Karton und Bambusrohr und gedeckt mit Palmblättern und Plastikplanen, enthält keine Möbelstücke und bietet keinen Schutz vor den Wassermassen des Monsuns. So wie Jelantharan sind Viele wegen mangelnder Ausbildung arbeits- und obdachlos und wenn sie doch einmal Arbeit als Kulis, Fischer oder Sandsammler finden, dann nur für kurze Zeit.

Pfarrer Georg Thaniyath erlebte das Elend dieser Menschen in seiner Heimatdiözese Kottapuram hautnah. Er sieht sich als ein “leises Sprachrohr der Sprach- und Obdachlosen in Indien”. Seit 14 Jahren arbeiten in Vorarlberg und in Indien Menschen unermüdlich und für Gottes Lohn an dem von ihm ins Leben gerufenen Projekt “Dach überm Kopf”. 1300 Familien erhielten dank der Gutherzigkeit der Vorarlberger bereits einfache Häuser, die dem Monsun standhalten. Elfriede und Hubert Hämmerle, Hartmut und Karin Schenk, Agnes und Hubert Keckeis und viele andere finanzierten gleich mehrere Häuser. “Wir sind dankbar, dass es uns hier so gut geht und wollen deshalb auch anderen helfen”, meinen viele Spender.

Pfarrer Georg denkt nicht ans Aufhören. Wie jedes Jahr im August war er auch heuer in seiner Heimat, um 51 neue Häuser einzuweihen. 15 weitere werden demnächst fertiggestellt, unter den überglücklichen Besitzern wird auch Jelantharans Familie sein.
3000 Bittgesuche um ein Haus erhielt er allein im letzten Jahr. Er berichtet: “Das Elend ist groß, aus 50 Anträgen pro Ort können wir nur ein paar auswählen. Mein Bruder Pfarrer Francis kontrolliert persönlich die Angaben. Auch die Baustellen werden täglich kontrolliert. Ohne die Hilfe meiner sieben Brüder hätte ich keine Chance, die Häuser so kostengünstig bauen zu können.

Die Preise für Baumaterialien sind extrem gestiegen, ein Sack Zement kostet heuer doppelt so viel wie letztes Jahr und Süßwassersand drei Mal so viel. Dazu hat sich der Wechselkurs Euro/Rupien um etwa 20% verschlechtert. Der Preis eines Hauses muss deshalb auf € 2000 erhöht werden. Er reicht nur knapp für die Materialkosten, die nötige Arbeit müssen ohnehin Familie, Freunde, Nachbarn leisten. Gebaut wird für Christen, Hindus, Moslems. Ich bin für jede Spende dankbar – diese Spenden sind steuerlich absetzbar. “

Spendenkonto
: Raiba Hohenems, BLZ 37438. Kontonr. 1089960.

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