Ein Herz für Tiere

Doris Kräutler verabschiedet sich von „Tito“.
Doris Kräutler verabschiedet sich von „Tito“. ©eh
Dornbirn. Acht Frauen und zwei Männer kommen regelmäßig ins Tierheim und widmen einen Großteil ihrer Freizeit den Hunden.

Helga Mark, eine rüstige Pensionisten aus Lustenau, der man ihre 71 Jahre nicht ansieht, hat gerade „ihren Beethoven“ an der Leine. „Ich komme gerne, aus Liebe zu diesen Tieren“, sagt sie mit Nachdruck. „Vorher war ich schon eine Stunde mit der wunderschönen weißen Mischlings-Hündin „Lia“ unterwegs, erzählt sie, aber jetzt sei „Beethoven“ dran. Jeder bekomme eine Stunde Zeit. Übrigens, der kleine niedliche Rüde suche ein gutes Plätzchen, fügt Frau Mark hinzu, bevor sie mit „Beethoven“ weitergeht. Schon seit acht Jahren, kommt Doris Kräutler aus Schwarzach regelmäßig, um mit den Hunden Gassi zu gehen. Meistens nimmt sie „Tito“, den sechsjährigen Schäfer-Mischling, mit auf einen Spaziergang. Dabei genieße sie selbst die Schönheiten der Natur, so Frau Kräutler, die mit ihren 64 Jahren auch schon in Pension ist und einen großen Teil ihrer Freizeit den Tierheim-Hunden schenkt. „Tito“ hat es ihr angetan. „Er ist sehr intelligent, wie halt Schäferhunde sind“, sagt sie und gibt „Tito“ noch einmal eine Streicheleinheit, bevor er wieder in den Zwinger marschiert.

Zu den treuen Spaziergängerinnen mit den Hunden gehört auch Christiane Walder. Die 56-jährige, gebürtige Kölnerin wohnt seit 31 Jahren in Dornbirn und kommt schon seit Langem fast täglich ins Tierheim. Sie ist gerade mit „Becky“, einer Schnauzermischlings-Hündin unterwegs. „,Becky wurde, wenige Tage bevor sie sieben Welpen auf die Welt brachte, im Tierheim abgegeben“, erzählt Frau Walder die tragische Geschichte ihres Lieblingshundes. „Becky“ sei so lieb und folgsam, sie gehe gerne mit ihr spazieren und an der nahen Dornbirner Ache nehme die Hündin gerne ein Bad. Auch sie weist darauf hin, dass die sieben kleinen Schnauzer auf ein Plätzchen warten.

„Ohne diese Leute wären die Hunde arm dran, sagt Angelika Gehrer vom Tierheim. Die Tiere sehnen sich danach, einmal im Tag aus dem Gehege zu kommen. Freilaufen lassen können wir sie nicht. Es ist aber enorm wichtig, dass die Leute regelmäßig kommen. Die Hunde haben dadurch so etwas wie eine Bezugsperson“, sagt Gehrer und wir würden uns über jede helfende Hand freuen.“

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