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Ein grandioses Gesamtkunstwerk

Abschluss der Vaduzer Weltklassik-Konzerte mit einer Russischen Liturgie.
Abschluss der Vaduzer Weltklassik-Konzerte mit einer Russischen Liturgie. ©Volksblatt / Zanghellini
Abschluss der Vaduzer Weltklassik-Konzerte mit dem Werk eines russischen Zeitgenossen.

Vaduz. (sch)  Die auch in dieser Saison 2011/12 traditionell hochrangige Abo-Reihe der Vaduzer Weltklassik-Konzerte im Vaduzer Saal ging mit einem russischen Meisterwerk zeitgenössischer Chor-und Tanzkunst von Rodion Shchedrin (geb.1932 in Moskau) zu  Ende. Der 80-jährige Moskauer Großmeister in der Nachfolge von  Schostakowitsch als Vorsitzender des Komponistenverbandes der Russischen Föderation, der aber nie Mitglied der KP war,  konnte erst nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion  international bekannt werden und lebt heute abwechselnd in München und Moskau. Shchedrin ist auch Klaviervirtuose, schrieb fünf Klavierkonzerte, Sonaten und 24 Präludien und Fugen für Klavier, zwei Sinfonien etc. und eine Oper bzw. Ballette und Chorwerke, welche alle Vertonungen von  Werken der russischen Weltliteratur sind (Gogol, Tolstoi, Tschechow). Aber auch das weltbekannte Ballett „Carmen-Suite“ stammt von ihm.

In Vaduz wurden die Musikfreunde mit einem überaus verinnerlichten Werk des Meisters bekannt gemacht – „Der versiegelte Engel“ (1988), eine Russische Liturgie; Chormusik nach Nikolai Leskow (Libretto) für gemischten Chor, Soli, zwei Knabenstimmen, Flöte und Tänzer. Die Aufzählung allein imaginiert zu Recht ein gewaltiges Gesamtkunstwerk. Und der weltbekannte Rundfunkchor Berlin unter Leitung von Stefan Parkman, mit der Choreographie von Lars Scheibner, sowie alle anderen Mitwirkenden schufen mit höchster Präzision und musikalischer Ästhetik ein unvergessliches Kunsterlebnis.

Geniales Lichtdesign

Der Dirigent Lorin Maazel sagte einmal über den Komponisten: „Er ist ein Meister der Klangfarben und Toneffekte.“ Ja, so interpretierten die Künstler aus Berlin die in den Texten tief religiöse Russische Liturgie – sanfte Gesänge mit einigen dramatischen Anrufungen Gottes, stets in höchster vokaler Klangschönheit gesungen. Die Bühne war kaum beleuchtet, der Chor bewegte sich in dem mystisch wirkenden Bühnenraum in würdevollen choreographischen Schritten. Außer einem Flötisten mit meditativen Weisen gab es keine Instrumentalmusik. Das dezente Lichtdesign von Rico Heidler bestand aus kleinen Lämpchen auf den Notenmappen – ein funkelndes „Sternenmeer“. Vier Tänzer und eine Tänzerin bildeten den höchst bewegten, optischen Kontrast zum ernsten Gesang mit expressionistisch-modernem Ausdruckstanz. Ein ergreifendes Gesamtkunstwerk, das mit großem Jubel des Publikums bedankt wurde.

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