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Ein gewisses jüdisches Etwas

Jüdisches Museum
Jüdisches Museum ©Dietmar Walser

Am Sonntag, den 17. Oktober 2010 entsteht im Jüdischen Museum Hohenems die Ausstellung “Ein gewisses jüdisches Etwas”.

Innerhalb weniger Stunden wird aus Objekten und Geschichten eine Installation fertig gestellt, die persönliche Geschichten und Gegenstände zu einem unerwarteten Bild dessen vereint, was “etwas Jüdisches” in unser aller Leben ist.

Diesmal erzählt nicht das Museum dem Publikum, was es mit dem Jüdischen auf sich hat, sondern umgekehrt: Das Museum lädt das Publikum ein, Objekte und Geschichten mitzubringen. Gefragt ist, was für jemanden persönlich “etwas Jüdisches” ist oder hat. Dabei spielt es keine Rolle, ob man selber jüdisch, christlich oder muslimisch, gläubig, konfessionslos oder atheistisch ist oder welche Nationalität man hat. Jeder und jede hat eine Geschichte zu erzählen, und oft ist diese auch mit bestimmten Gegenständen verbunden. Die Aufforderung, die an das Publikum ergeht, gerade solche zuweilen diffuse, auch ungeprüfte, manchmal sehr alte oder sonstwie mit Unsicherheiten verbundene Geschichten ins Sammelsurium dieser Ausstellung einzubringen, wird Überraschungen zu Tage fördern. Katarina Holländer hat in Zusammenarbeit mit Michael Guggenheimer auf diese Weise bereits in verschiedenen Städten spannende Ausstellungsevents gestaltet.

Das Jüdische Museum Hohenems lädt jedermann und jedefrau ein, an der Gestaltung dieser Ausstellung mitzuwirken. Denn “Ein gewisses jüdisches Etwas” ist wörtlich gemeint: Am Sonntagvormittag zwischen 9.00 und 13.00 Uhr kann man einen Gegenstand, mit dem man irgend etwas Jüdisches verbindet – eine Erfahrung, eine Erinnerung oder eine Geschichte, die einem wichtig ist und die einen jüdischen Aspekt hat – als Leihgabe ins Museum bringen. Und die Geschichte, auf einem A4-Blatt aufgeschrieben, kommt gleich dazu mit. Alle Teilnehmer werden dann für die Ausstellung mit ihrem “Etwas” fotografiert und im Studio von Radio Mikwe besteht die Gelegenheit, die Geschichten auch den Hörerinnen und Hörern in der Ferne zu erzählen. Wir freuen uns auf Naheliegendes und Unerwartetes, auf Traditionelles und Überraschendes, auf Ungeklärtes und Kurioses!

Die mit den gesammelten Gegenständen und Texten eingerichtete Ausstellung wird schon am Nachmittag um 15 Uhr eröffnet. Ein Podiumsgespräch verleiht danach der auf Zeit entstandenen Sammlung über das Persönliche hinaus Sinn, und mit einer literarischen Interpretation der unerwarteten Assemblage von Robert Schindel findet dieser ereignisreiche Tag seinen Abschluss. Alle Teilnehmenden erhalten nach Ende der Ausstellung exklusiv eine Broschüre, in der alle Beiträge mit Texten und Fotografien versammelt sein werden.

Ein gewisses jüdisches Etwas

17. Oktober 2010 bis 20. März 2011
Ausstellung im Jüdischen Museum Hohenems

Eröffnung am 17. Oktober, 15.00 Uhr
Einreichung am 17. Oktober, 9.00 – 13.00 Uhr

Jüdisches Museum Hohenems
Villa Heimann-Rosenthal
Schweizer Strasse 5, A-6845 Hohenems
Tel. +43 (0)5576 73989 0
Email: office@jm-hohenems.at
www.jm-hohenems.at

Öffnungszeiten Museum und Café:
Di bis So und an Feiertagen 10 – 17 Uhr

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