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Ein Freudentag für die "Krippeler"

Ein Freudentag für die "Krippeler"
Ein Freudentag für die "Krippeler" ©veronikahofer
Mit einem Festakt und zugleich „Tag der offenen Tür“ feierte der Krippenverein Lustenau mit großer Freude und berechtigtem Stolz die Eröffnung seines neuen Vereinslokals an der Rheinstraße.
Ein Freudentag für die "Krippeler"

Der rührige Verein, dessen Gründung auf das Jahr 1930 zurückgeht, fand in der leer stehenden Turnhalle der ehemaligen Expositur der Volksschule Rheindorf die Voraussetzung, ideale Räumlichkeiten für eine optimale Nutzung zu schaffen.

Zur feierlichen Einweihung, die Pfarrer Mag. Thomas Sauter vornahm, war auch Bürgermeister Dr. Kurt Fischer eingetroffen, der in seiner Ansprache die wichtige Zusammenarbeit mit den Vereinen hervorhob, wobei der Lustenauer Krippenverein eine besondere Rolle spiele und er sich freue, dass die Lokalität bei ihnen in besten Händen sei. Für einen musikalischen Leckerbissen sorgte eine Abordnung des MV Concordia Lustenau (Kurt, Andreas und Christoph Gmeiner, Alwin Bösch und Martin Fischer) mit begeisternden Darbietungen.

 

Auf gute Nachbarschaft

Eine noble Geste gegenüber den Nachbarn, die im selben Gebäude untergebracht sind, nämlich der Lustenauer Lebenshilfe, setzte der Krippenverein zum Tag der offenen Tür. Als Dankeschön für die freundliche Aufnahme und im Bestreben auf gute nachbarschaftliche Beziehungen stellten sie den Reinerlös aus dem Verkauf von Speisen und Getränken der Lebenshilfe zur Verfügung. Überlegungen für ein „Miteinander“ in der Zukunft sind bereits im Gang.

 

Fünf Monate intensive Bauarbeit

Die ehemalige Turnhalle präsentiert sich nun als großzügiger, hoher und heller Kursraum. Ein Teil wurde für einen eigenen Raum abgetrennt und bietet Platz für Werkzeug und Maschinen. Eine Decke wurde eingezogen und eine Holztreppe führt nun in den oberen Teil, wo ein relativ großer Lagerraum für Krippenmaterial entstand. Vor der Turnhalle gelangt man über eine eigene Treppe zum gemütlichen Aufenthaltsraum. Die Planung für das Vereinslokal führte DI Gerhard Moser durch, der als Architekt und Obmann des Krippenvereins Hard bestens auf die Bedürfnisse des Vereins eingehen konnte.

 

Hauptsächlich in Eigenleistung

30 Vereinsmitglieder haben das Vorzeigeprojekt von Mitte März bis Mitte August in 1.594 Arbeitsstunden erschaffen. Sanitärinstallationen, Elektrik, Schreinerarbeiten u. v. m. konnte aus den Reihen der Vereinsmitglieder selbst abgewickelt werden. Lediglich für die Zimmermannsarbeiten kamen zwei Fachkräfte von Gebr. Keckeis zum Einsatz. Dankbar sind die „Krippeler“ auch für die Unterstützung der Gemeinde.

 

Für heuer ausgebucht

Die ersten Krippenbaukurse dieser Saison haben bereits im neuen Vereinslokal stattgefunden. Von Ende August bis Ende November werden von Montag bis Donnerstag jeden Abend Kurse durchgeführt, an denen jeweils 12 – 14 Personen teilnehmen. Bei der Krippenausstellung, die am ersten Adventswochenende im Reichshofsaal stattfindet, werden neue Anmeldungen für interessierte Krippenbauer für das nächste Jahr entgegengenommen.

 

 

 

 

 

 

 

Umfrage:

„Was bedeutet für Sie das neue Vereinslokal?“

 

 

Kurt Schwarz, Kassier

Ich empfinde das neue Lokal als riesige Erleichterung. Vorher waren wir in einem Keller untergebracht (Anm.: der Krippenverein hatte sein Vereinslokal seit Mitte der 70er Jahre im Keller der Rheintalischen Musikschule), dagegen ist jetzt alles freundlich, hell und geräumig.

 

 

Hans Kraxner, Krippenbaumeister und Kurslehrer

Schön, dass wir jetzt eine sichere Bleibe und genug Platz haben. Vorher mussten wir zu anderen Vereinen ausweichen, wenn wir z. B. einen Botanik – oder „Fasskurs“ durchführten. Auch Parkplatzprobleme dürften behoben sein, weil wir am Abend meistens allein im Haus sind.

 

 

Walter Holzer, Krippenbauer

Mir bedeutet es sehr viel, dass wir so ein Lokal haben, wo wir länger sein können. Wir hatten es vorher auch schön, aber jetzt haben wir etwas Sicheres. Ich finde den gesellschaftlichen Aspekt sehr wichtig – ich bin gern beim Krippenbauverein!

 

 

Erich Kirner, Obmann des Lustenauer Krippenvereins

Für mich bedeutet dieser Umzug einen so genannten Meilenstein der Lustenauer Krippengeschichte. Somit ist bereits im Voraus die Basis dafür geschaffen, dass man in Lustenau auch in Zukunft noch „krippola“ kann.

 

 

Otmar Holzer, Krippenbauer, Hintergrundmaler

Dieses Vereinslokal ist eine gewaltige Aufwertung für den Krippenverein. Es schafft bessere Arbeitsbedingungen. Es war eine glückliche Fügung, dass uns diese Gelegenheit geboten wurde und Dank der vielen Eigenleistungen steht unser Verein, trotz der Investitionen, ohne Schulden da.

 

 

Irmgard Bösch, Mitglied des Krippenvereins, begeisterte Krippenbauerin

Ich freue mich mit der ganzen Vereinsleitung und den Mitgliedern über dieses Lokal. Ich bin stolz, dabei sein zu können, es ist einfach ein toller Verein. Die Leute sind zuvorkommend, hilfsbereit, es herrscht eine familiäre und gesellige Atmosphäre.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aus der Chronik des Krippenvereins:

 

„Verhandlungsschrift

über die am 19. NOVEMBER 1930 im Vereinshaus zur Krone in Lustenau abgehaltene Gründungsversammlung des Vereins der Krippenfreunde Ortsgruppe Lustenau.

Herr Oberinspektor Hotz eröffnete die ziemlich gut besuchte Versammlung und begrüßte alle Anwesenden besonders Hochw. Herrn Pfarrer Dr. Baldauf auf das Herzlichste und führte in treffenden Worten aus, was zur Gründung dieses neuen Vereins führte.

Am 23. Februar 1930 fand in Feldkirch eine Versammlung statt, zu der aus verschiedenen Orten Vorarlbergs Mitglieder der Krippenfreunde Innsbruck geladen wurden.

Mitglieder dieses Vereines waren von Lustenau Herr Oberinspektor Ludwig Hotz, Reichsstraße 2, und Herr Johann Hämmerle, Raiffeisenstraße 5.

Auf dieser Feldkircher Versammlung wurde nun beschlossen, in Vorarlberg einen eigenen Landesverein der Krippenfreunde zu bilden, dessen Leitung Herr Prof. Dr. Wolf, Feldkirch, übernahm und den Versammelten die Weisung mitgegeben, für diese schöne Sache nach Möglichkeit zu werben.

Diese Weisung wurde von unserem Herrn Hotz mit Eifer befolgt und als Folge die gründende Versammlung unserer Ortsgruppe, die mit 34 Mitgliedern den Anfang nahm. Nach den einleitenden Worten des Herrn Inspektor Hotz übergab derselbe das Wort an Hochw. Herrn Pfarrer Dr. Baldauf, der vor allem seiner Freude über die Gründung dieses Vereines in beredten Worten Ausdruck verlieh……………………….“

 

Auf der homepage des Krippenvereins ist zu lesen:

„Schon seit ca. 1925 gibt es in Lustenau aktiven Krippenbau und im Jahre 1930 wird der Krippenverein Lustenau gegründet. Leider ist aus diesen Jahren innerhalb des Vereines nicht viel Material überliefert. Wir sind nun dabei, die Geschichte der ‘Lustenauer Krippeler’ ab dem Jahre 1925 zusammen zu suchen.“

Aus diesem Grund sucht der Verein Zeitungssausschnitte, Fotos, Plakate, Briefe, Dokumente und Urkunden, Einladungen und Berichte zu Kursen und Ausstellungen!

 

 

Chronik der Obmänner des Krippenvereins:

 

1930-1932 Gründungs-Obmann Ludwig Hotz (Zoll-Oberinspektor)

 

1933-1937 Heinrich Zöbele (Büroangestellter), Holzstraße 17

 

Ohne offizielle Vereinsgründung wurden nach 1945 bereits Krippenbaukurse abgehalten und mehrere Ausstellungen durchgeführt.

 

1954-1986 Hans Vetter (Bäcker – Buchdrucker), Binsenfeldstraße 19

 

1986-1996 Josef Grabher (Lehrer), Am Schlatt 1

 

Seit 1996 Erich Kirner (Kfm. Prokurist), Binsenfeldstraße 15a

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