Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Ein Förderpaket für Gastgeber

Hopfen und Malz – der Fiskus erhalt‘s – steuerliche Impulse für die Branche

Skifahren in Tirol, Opernball in Wien, Thermenurlaub in der Steiermark – Österreich ist ein Tourismusland. Die Gastronomie und Hotellerie sind besonders durch die Folgen der Corona-Krise betroffen. Die Bundesregierung setzte positive Impulse und beschloss ein Gastronomiepaket. Dieses enthält mehrere Maßnahmen zur steuerlichen Entlastung sowie Anreize zur Konsumsteigerung für die Branche.

Die konkreten Maßnahmen sind:

  • Erhöhung steuerfreie Essensgutscheine von 4,40 Euro auf 8 Euro
  • Geschäftsessen sind ab 1. 7. 2020 mit 75% absetzbar (davor 50%)
  • Senkung der Umsatzsteuer auf 5% für alle Speisen und Getränke
  • die Steuer auf Schaumweine entfällt ab
    1. 7. 2020
  • Anhebung der Pauschlierungsgrenze.

Essensgutscheine für Mitarbeiter

Die Höchstgrenze für steuerfreie Essensgutscheine, die der Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern zum Konsum in Gastronomiebetrieben zur Verfügung stellen darf, wurde von 4,40 Euro auf 8 Euro pro Tag angehoben. Die Gutscheine für Lebensmittelgeschäfte wurden von 1,10 Euro auf 2 Euro erhöht. Die Erhöhung gilt ab 1. Juli 2020.

Absetzbarkeit von Geschäftsessen

Geschäftsessen mit Werbecharakter, bei denen die Repräsentationskomponenten untergeordnet sind, sind von 1. 7. bis 31. 12. bis zu 75 % statt 50 % absetzbar. Die Bewirtung muss der Werbung dienen und überwiegend betrieblich veranlasst sein.

Senkung der Umsatzsteuer

Die Umsatzsteuer auf Speisen und Getränke, alkoholische und nicht-alkoholische, wurde für den Zeitraum 1.7.2020 bis 31.12.2020 auf 5% gesenkt. Für die Senkung ist eine Gewerbeberechtigung erforderlich. Für die bürokratische Vereinfachung müssen die Registrierkassen nicht umprogrammiert werden, eine Textanmerkung auf dem Beleg, die auf den 5% Steuersatz verweist, ist ausreichend.

Schaumweinsteuer ade

Bis 1. 7. 2020 wurden inländische und ausländische schäumende Weine mit 10 Euro je Hektoliter besteuert. Die Schaumweinsteuer wurde für einen unbegrenzten Zeitraum abgeschafft.

Erhöhte Pauschalierung

Bei den pauschalen Gewinnermittlungsarten werden die Ausgaben mit einem Prozentsatz, der sich von den Umsätzen ermittelt, festgesetzt. Bis 2020 durften Gastgewerbebetriebe bis zu einem Jahres-umsatz von 225.000 Euro diese Art der Gewinn-ermittlung anwenden. Ab der Veranlagung 2020 wird diese Grenze auf 400.000 Euro angehoben. Die abzugsfähige Grundpauschale wurde für 2020 auf 15% statt 10% erhöht und die Mindestpauschale auf 6000 Euro statt 3000 Euro angehoben. Voraussetzungen für die Pauschale sind, dass die gastronomische Einrichtung über Sitzmöglichkeiten verfügt und nicht verpflichtend bzw. freiwillig Bücher führt. Die pauschalierte Gewinnermittlung stellt eine administrative Vereinfachung für die Unternehmer dar.

Dorfwirtshäuser stärken

Eine weitere Maßnahme soll Gasthäusern in
kleineren Gemeinden zugutekommen. Bei pauschaler Gewinnermittlung kann eine Mobiliätspauschale für den Reiseaufwand geltend gemacht werden. Diese beträgt bis zur Veranlagung 2019 2% und war mit 5100 Euro gedeckelt. Ab 2020 hängt die Höhe der Mobilitätspauschale von der Einwohnerzahl der Gemeinde ab. Für Gasthäuser in Gemeinden bis zu 5000 Einwohnern beträgt die Pauschale 6% vom Umsatz (max. 24.000 Euro), bis zu 10.000 Einwohnern 4% vom Umsatz (max. 16.000 Euro) und bei Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern 2% vom Umsatz (max. 8000 Euro).

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Jetzt im Fokus 8
  • Ein Förderpaket für Gastgeber
  • Kommentare
    Die Kommentarfunktion ist für diesen Artikel deaktiviert.