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Ein Fest für die Königin

Peter Alge und Reinhard Spiegel (vl) beim Bienenlehrstand Im Äuele, Dornbirn Wallenmahd
Peter Alge und Reinhard Spiegel (vl) beim Bienenlehrstand Im Äuele, Dornbirn Wallenmahd ©Edith Rhomberg
 Beim Jubiläum 150 Jahre Bienenzuchtverein Dornbirn gibt es spannende Einblicke in die Arbeit der Imker. 
150 Jahre Bienenzuchtverein Dornbirn 1868

 

Dornbirn. Die Geschichte der Imkerei ist eng mit jener der Menschheit verbunden. Seit Jahrtausenden werden Bienen (Niederdeutsch Immen) wegen ihrer Produkte Wachs und Honig vom Menschen genutzt und gehalten. Bis zum Anbau der Zuckerrübe war Honig das einzige Süßungsmittel. Eine Symbiose ist die Honigbiene nicht nur mit den Blüten eingegangen, sie hat auch einen Pakt mit den Menschen geschlossen, die sich hobbymäßig oder als professionelle Imker um sie kümmern. Sich selbst überlassen würde ein Bienenschwarm innerhalb von einem bis zwei Jahren von Parasiten dahingerafft.

Es ist die Sanftmütigkeit, eine gute Honigleistung und die Schwarmträgheit, die der Imker an seinem Bienenvolk besonders mag. Treffen diese Eigenschaften zu, kann der geübte Hobbyimker kurz nach dem Rechten in der „Beute“ sehen, ohne sich erst zu verschleiern. Reinhard Spiegel, Obmann des Bienenzuchtvereins Dornbirn 1868 zeigt, wie das geht. Dabei verrät er: „Die Holzkiste, in der das Bienenvolk wohnt, heißt Beute“. Ein gutes Ertragsvolk besteht aus 50.000 bis 80.000 Bienen, einer Königin und einigen Hundert Drohnen. Ein Bienenstock ist ein Superorganismus, in dem die Bienen ständig kommunizieren. „Viel schöner als Fernsehen ist es, den fleißigen Honigbienen zuzusehen“, sagt Vereinsmitglied Peter Alge. Außerdem bezeichnet er die Arbeit mit den Bienen als bereichernd und als Ort zum Regenerieren in der Natur.

Obmann Spiegel spricht von einem erfreulichen Trend hin zur Imkerei, der sich im Dornbirner Verein, dessen Mitglieder ihre Erfahrungen gern an die Neuen weitergeben, abzeichnet. Er weiß aus eigener Erfahrung, dass die Welt der Bienen nicht nur wegen des Honigertrags zur Leidenschaft wird. Auch mit Rückschlägen müsse man immer wieder rechnen. Jammern will Spiegel trotzdem nicht, sondern lieber das Positive sehen. Einen Wunsch äußert er dennoch in Richtung der Landwirtschaft: Blühende Wiesen sollten nicht untertags gemäht werden, wenn unzählige Bienen auf den Blüten sind. Das ist auch im Interesse der Bauern selbst. Bienen spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem für die Bestäubung vieler Pflanzen. Ohne sie könnte die Landwirtschaft kaum überleben. Rund ein Drittel der gesamten Nahrungsmittelproduktion ist bestäubungsabhängig. Die Honigbiene erbringt von den Bestäubern etwa 80 Prozent. Einen weiteren Anteil leisten Wespen, Hummeln, Fliegen und Wildbienen.

Wer jetzt neugierig geworden ist und wissen möchte, wie der goldfarbene Honig ins Glas kommt, kann demnächst viel über die hohe Schule der Imkerei erfahren. Beim Jubiläumsfest, das am Sonntag, 27. Mai, beim Lehrbienenstand Im Äuele um 10 Uhr mit einer Hl. Messe beginnt, wird es einen Bienenlehrpfad, Ständeschau und Führungen geben. Ein Rahmenprogramm für die ganze Familie, musikalische Unterhaltung und Bewirtung ab 11.30 Uhr werden ebenfalls geboten.

Weitere Informationen unter www.bienenzuchtverein-dornbirn-1868.at

Buchtipp: Werner Gerdes – Buckfast-Biene in der angepassten Dadant-Beute.

 

 

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