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Ein Erfinder, der an die Menschen denkt

Löschunterstützungsfahrzeuge (LUF) aus Thüringen sind weltweit im Einsatz.
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Thüringen Bruno Walter erfindet und entwickelt dennoch Geräte, die es so bislang noch nicht gab. Der Thüringer Unternehmer führt ein kleines hochinnovatives Team, das entscheidende Beiträge zur Feuerbekämpfung ebenso liefert wie zur besseren Mobilität behinderter Menschen. Die Produkte der kleinen Firma, die zehn Mitarbeiter beschäftigt und ein enges Netzwerk an Partnern aufgebaut hat und damit weitere 15 Arbeitsplätze geschaffen und gesichert hat, ist aber wahrscheinlich in Asien bekannter als in Österreich. Denn dort befindet sich der Hauptmarkt der Firma LUF GmbH. Bruno Walter ist Spross einer Schlosserfamilie. 1896 gründete Johann Walter eine Schlosserei, 1919 gründete Fidel Walter ebenfalls eine Schlosserei. Im Jahr 1938 wurde die selbst entwickelte Feuerwehrwasserpumpe auf den Markt gebracht. Und 1990 erfolgte die Gründung von Rechner’s Biegesysteme, einer von ihm und seinen Brüdern Wilfried und Günter entwickelten Vorrichtung zum exakten und einfachen „Biegen“ von Rohren. Das entscheidende Ereignis für die weitere Entwicklung der Firma, die inzwischen LUF GmbH heißt, war ein Brand im Pfändertunnel, bei dem Menschen starben. Feuerwehrleute konnten nicht zum Unfallort vordringen. Zu heiß, zu viel Rauch. Das ließ Walter keine Ruhe. Es musste doch Möglichkeiten geben, um unter diesen Bedingungen Brände zu löschen.

Walter besann sich auf die Schneekanone, die aus Wasser einen feinen Sprühnebel erzeugt. Sie war in der Lage die Temperatur zu senken und den Rauch zu vertreiben. Voraussetzungen, damit Feuerwehrleute dem Brand in Tunnels und geschlossenen Räume zuleibe rücken können. Damit die Kanone aber auch zum Einsatzort kommt, braucht es mehr – einen fahrbaren Untersatz. Und alles musste immer und unter allen Umständen funktionieren. Ergebnis der Überlegungen ist ein Gerät bzw. eine ganze Familie von Geräten, die heute weltweit zum Einsatz kommen, wenn es um die Bekämpfung von Feuer geht. Gerade hat die Weltbank ein LUF-Löschgerät für Bangladesch geordert. Die LUFs sind das Aushängeschild der Thüringer, die aber außerdem weitere Löschunterstützungsgeräte und Pumsysteme anbieten und einen geländegängigen Rollstuhl im Programm haben. Während die Komponenten international eingekauft werden, werden – und darauf legt Walter wert – alle Bauteile in Vorarlberg gefertigt.
15 Personen sind in anderen Unternehmen nur mit der Zusammenarbeit mit LUF beschäftigt.

„Die Technik muss den Menschen nützen“, ist Walters Grundsatz. Das war auch ausschlaggebend für die Entwicklung des geländegängigen Rollstuhls, der es Behinderten ermöglicht, mobil zu sein, wo dies bisher unmöglich war.

 „Wir legen Wert auf regionale Wertschöpfung. Alle unsere Bauteile werden von Vorarlberger Firmen gefertigt.“  Bruno Walter, Gründer und GF der LUF GmbH

Daten und Fakten:
Firmensitz ThüringenGründungsjahr 1995Unternehmensgeneration 3.Mitarbeiter 10 direkt, 15 weitere PartnerUmsatz 10 Millionen Euro

Zur Person:
Bruno Walter
Geschäftsführer der LUF GmbH
Geboren 18. März 1969
Ausbildung Lehre zum Industriemechaniker bei Hilti Thüringen, Meisterprüfung
Laufbahn Als Fräser und Industriemechaniker bei lokalen Firmen, anschließend Lehrlingsausbildner bei den Österreichischen Bundesbahnen, 1995 Start in die Selbstständigkeit, Geschäftsführer der Rechner GmbH, anschließend bei LUF GmbH, LUF International und  SMZ LUF GmbH, Gesellschafter
LUF und Gebrüder Walter OEG

Jurybegründung: Bruno Walter verfolgt seine Ziele mit großem Engagement. Aus dem Nichts hat er einen Hightech-Maschinenbaubetrieb geschaffen und ist mit seinen Produkten am Weltmarkt erfolgreich. Bei der Produktion der Geräte setzt er auf regionale Partner.

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