Ein Beruf wie zugeschnitten auf sie

Nach der Pensionierung ihres ehemaligen Chefs Gerhard Brunold hat Friseurmeisterin Marlene Mitteregger in der Bludenzer Kirchgasse ihren neue Haarsalon Marlene eröffnet. Dieser besticht durch schlichtes und elegantes Design.

Haarsalon ist die zutreffende Bezeichnung für das neue Friseurgeschäft von Friseurmeisterin Marlene Mitteregger in der Kirchgasse in Bludenz. Dort befand sich zuletzt das Friseurbedarf-Geschäft Roma, noch früher war die Meinl-Filiale in diesen Räumlichkeiten beheimatet. „Ich habe bei Gerhard Brunold die Friseurlehre gemacht und 33 Jahre lang bei ihm gearbeitet. Als er heuer im Frühjahr in Pension ging, habe ich mich entschlossen, selbstständig zu werden.“ In Bludenz habe es ihr immer schon sehr gut gefallen: „Für mich kam kein anderer Standort infrage. Ich habe mich auf die Suche nach einem geeigneten Geschäft gemacht und bin immer wieder durch Bludenz spaziert. Als ich die leerstehenden Räumlichkeiten in der Kirchgasse entdeckt habe, war mir sofort klar, dass diese genau meinen Vorstellungen entsprachen.“

Große Nachfrage

Die Inneneinrichtung besticht durch ein schlichtes, elegantes Design, das in den Farbtönen Schwarz und Grau gehalten ist. Das Ganze wird durch eine äußerst stimmige Beleuchtung in Form von Lichtwolken gekonnt akzentuiert. Nichts wirkt überflüssig, jeder Einrichtungsgegenstand ist sorgsam ausgesucht und fügt sich in das Gesamtkonzept. Für die Inneneinrichtung beauftragte die Unternehmerin den Architekten Gerhard Matt aus Rankweil: „Ich habe ihm bei der Gestaltung freie Hand gelassen und nur meine Grundideen knapp vorgegeben. Vom Ergebnis bin ich begeistert!“

Anfang August konnte sie bereits ihren Salon eröffnen. Die Nachfrage ist sehr groß: „Es ist natürlich ein Vorteil, dass auch zwei ehemalige Kolleginnen ihr Vertrauen in mich gesetzt haben und nun bei mir arbeiten. Das freut mich sehr. Da es das Friseurgeschäft Brunold nicht mehr gibt, sind mir viele meiner Kunden hierher gefolgt. Ich bin glücklich und dankbar, mit so einem tollen Team zusammenzuarbeiten“, schätzt sie auch ihre Mitarbeiter.

Friseurin als Traumberuf

Friseurin zu werden – das stand für Marlene Mitteregger bereits in der Kindheit fest: „Für mich war dies immer schon ein Traumberuf. Ich habe allen meinen Puppen ständig die Haare geschnitten. Auch die Anordnung von Farben und ein Gespür dafür, welche Farben harmonieren, haben mich ebenfalls immer schon fasziniert.“ Mit so viel Engagement war es kein Wunder, dass die zierliche Feldkircherin bereits mit 21 Jahren die Meisterprüfung absolvierte. Ihre Berufswahl begeistere sie auch heute noch: „Ich liebe meinen Beruf. Im Idealfall kann ich durch meine Tätigkeit Menschen schöner und glücklicher machen. Außerdem mag ich Menschen. Ich höre meinen Kunden gerne zu, wenn sie von sich erzählen. Da ist nichts geheuchelt.“

Gesamtheitliches Konzept

In ihrem Metier könne sie auch ihre Kreativität voll und ganz ausleben: „Ich bin ein wenig in Details verliebt, bei mir muss eine Frisur zur Gesamtausstrahlung eines Menschen passen. Wenn ich eine Person sehe, dann denke ich gleich darüber nach, welche Frisur und welcher Farbton ihr am besten stehen würden. Wir hatten bei Gerhard Brunold sehr viele Schulungen, in denen nicht nur Schnitttechnik und andere handwerklichen Kenntnisse gelehrt wurden, sondern auch tolle Kurse über Typologie und Körpersprache, die mich sehr interessiert haben.“ Ihr Beruf sei für sie auch deshalb so spannend, da sie täglich mit anderen Menschen und deren jeweiligem Erscheinungsbild zu tun habe. Als Ausgleich zu ihrem recht anstrengenden, aber auch schönen Berufsalltag trainiert die ehrgeizige Mutter eines 17-jährigen Sohnes kontinuierlich für Marathons und Triathlons: „Ich habe einmal den Satz gelesen: Wer das tut, was er liebt, braucht im Leben niemals mehr zu arbeiten. Dieser Satz trifft voll und ganz auf mich zu!“

Haarsalon Marlene
Kirchgasse 1
Tel. 0664 5313366

Öffnungszeiten:
Dienstag bis Freitag von 8.15 bis 18 Uhr
Samstag von 8.15 bis 13 Uhr

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