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Ein bäuerliches Erfolgsrezept ist, wenn es Mensch und Vieh gut geht

Manuela Held mit Tochter Lina Maria vom Hof Rainer Bergbauer, Schwarzenberg.
Manuela Held mit Tochter Lina Maria vom Hof Rainer Bergbauer, Schwarzenberg. ©Edith Rhomberg
Bei Manuela und Rainer Held in Schwarzenberg wachsen die Tierkinder von ihren Müttern behütet auf.
Markt - Rainer Bergbauer

 

Dornbirn. Jeden Samstag kommen Manuela Held (45) und ihre Tochter Lina Maria (17) mit dem elektrisch gekühlten Anhänger voller bäuerlicher Köstlichkeiten auf den Markt. Die Fahrt von Schwarzenberg dauert nicht lang und nur 45 Minuten später steht der überdachte Verkaufsladen auf dem Marktplatz bereit. „Alles was es hier gibt, produzieren wir selbst“, sagt die Landwirtin mit Blick auf das reichliche Sortiment in Bio-Qualität. Das Material dafür liefern die hofeigenen Ziegen, Kühe und Schafe mit ihrer Milch. Das Fleisch von Kälbern, Lämmern, Kitzen sowie Schweinen kommt je nach Verfügbarkeit dazu.

Held’s frische Milch in Flaschen, Alpkäse, Frischkäse und Jogurt nach Art des Hauses sind hier seit fünf Jahren beliebte Spezialitäten auf dem Markt. Auch das Fleisch und die Wurstspezialitäten schätzt die Kundschaft, weil sie weiß, wie auf dem Hof gearbeitet wird. Transparenz ist wichtig für Manuela Held, die früher in Dornbirn als Kindergärtnerin gearbeitet hat. „Die Leute sind kritisch und das finde ich gut“. Sie mag es, wenn sich die Kunden mit dem Zertifikat Demeter und dem Bio-Label des Hofes auseinandersetzen. „Wir haben den Viehbestand nach und nach reduziert und an die vorhandenen Bergflächen angepasst. Die Tiere fressen nichts außer Gras und Heu“, sagt sie über die Philosophie, die dahinter steht. Sie erzählt auch, dass die Kühe ihre Hörner tragen dürfen und erklärt, dass Muttergebundene Aufzucht heißt, dass die Tierkinder von ihren Müttern behütet aufwachsen. „Wir leben mit unseren mehr als 200 Tieren und beobachten sie täglich. So sehen und spüren wir, wenn ein Tier zusätzlich etwas braucht und reagieren bei Bedarf mit homöopathischen Mitteln und Streicheleinheiten“, schildert die Bäuerin.

Auf dem Markt ist wieder viel los und eben kommen zwei Leute aus Chur vorbei. „Vor ein paar Jahren war Bio vielerorts ein Fremdwort, aber heute ist das zum Glück nicht mehr so“, sagen sie lachend und kaufen Goaßkäsle aus der hofeigenen Kleinsennerei.

Ein reiner Ponyhof ist der auf einer Südanhöhe über Schwarzenberg gelegene „Rainer Bergbauer“ nicht. Es steckt ganz schön viel Arbeit dahinter. Der Tag beginnt um fünf Uhr früh und endet abends um zehn, manchmal auch später. Familienvater Rainer (45), ist der Bauer und Namensgeber des Hofes, der seit 1907 in Familienbesitz ist.

Die Tochter des Hauses kann sich ein Leben auf dem Hof gut vorstellen. „Später könnten mein Bruder Kilian (14) und ich einmal den Hof nach dem Vorbild unserer Eltern bewirtschaften“, sagt Lina Maria, die derzeit die dritte Klasse der Landwirtschaftsschule in Hohenems besucht. Und wenn es auch kein Ponyhof ist, gibt es, außer all den anderen Tieren, zumindest zwei Pferde und ein Fohlen, Hasen, Hühner, Katzen und die Hündin Sira, die heute ebenfalls mit auf den Markt durfte.

Rainer Bergbauer, Schwarzenberg.

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