Ein Ausflug in himmlische Sphären

Maximilian Hornung begeisterte mit Dvoráks Cellokonzert im Montforthaus.
Maximilian Hornung begeisterte mit Dvoráks Cellokonzert im Montforthaus. ©Symphonieorchester Vorarlberg
Das Symphonieorchester Vorarlberg und der Cellist Maximilian Hornung begeisterten beim  Abo-Konzert im Montforthaus.


Feldkirch. (sch)  Im jüngsten Abo-Konzert  des Symphonieorchesters Vorarlberg unter der Leitung seines Chefdirigenten Gérard Korsten brillierte der junge deutsche Meistercellist Maximilian Hornung. Das Orchesterkonzert stand mit den Großmeistern Johannes Brahms und Antonin Dvorák ganz im Zeichen der deutschen Spätromantik, und der schon international berühmte, 1986 in Augsburg geborene Cellist Maximilian Hornung veredelt mit seiner genialen Kunst am Cello jeden seiner Auftritte.
Auf dem Programm des Abo-Konzerts im ausverkauften Montforthaus standen die dritte Symphonie in F-Dur, op. 90, von Johannes Brahms (1833-1897) und das populäre Konzert für Violoncello und Orchester, h-Moll, op. 104, von Antonin Dvorák (1841-1904). Die bedeutenden Zeitgenossen Brahms und Dvorák schätzten einander sehr und huldigten expressiv einer blühenden Spätromantik mit verschiedenen Wurzelböden – hier der eher strenge Norddeutsche aus Hamburg, da der tschechische Vollblutmusiker Dvorák.  Das Konzert bot einen reizvollen Kontrast innerhalb der gemeinsamen spätromantischen Klangrede.

Die Dritte von Brahms (1883)

Das Symphonieorchester Vorarlberg, das in beiden Werken mit der ihm eigenen Meisterschaft der differenzierten, von Gérard Korsten suggestiv geforderten Klangpracht musizierte, schuf mit Brahms´ Dritter, die keine lauten Effekte, wohl aber berückendes Melos und innige Melancholie neben expressiven Gipfeln kennt, einen brillanten Auftakt des Konzertabends. Als Pars pro Toto sei der berückende dritte Satz mit seinem breiten Celli-Fluss und dem verspielten Mittelteil auf dunkel-schwermütigem Grund genannt.

Himmlische Klänge

Nach der Pause wurde Maximilian Hornung besonders  herzlich begrüßt, und man erlebte nun noch einmal im „alten“ Montforthaus eine Sternstunde  – mit einem jungen, aber bescheidenen Star am Musikerhimmel, der mit dem Dvorák-Cellokonzert die atemlos lauschenden Zuhörer wahrlich in himmlische Sphären der Klänge entführte. Sensibel getragen von Gérard Korsten und dem exquisit spielenden SOV, kostete Hornung jedes Detail des berühmten Werks aus – Leidenschaft, Innigkeit, heroische Töne (erster und dritter Satz) neben verhauchendem Pianissimo. Der sympathische junge Künstler ließ das Cello singen, „sprechen“, flüstern … und verzauberte geradezu das Publikum. Beifallsstürme, als Dank dafür schenkte Hornung noch zwei delikate Bach-Soli seinen Fans.

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