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Eigene Papiercontainer vor dem Haus

Für die Holsammlung gibt es Papiertonnenbehälter mit 240 Liter und 120 Liter Fassungsvermögen.
Für die Holsammlung gibt es Papiertonnenbehälter mit 240 Liter und 120 Liter Fassungsvermögen. ©Umweltverband
Lustenau. Tobias Kögl meldete sich kürzlich im Bürgerforum mit folgender Frage: „In einigen Gemeinden Vorarlbergs wurde die Sammlung des Altpapiermülls umgestellt.
Eigene Papiercontainer vor dem Haus

Hier kann der Papiermüll nicht mehr alleine in den Containern bei den Müllinseln entsorgt werden, sondern es bekommt jedes Haus bzw. jeder Wohnblock eine Papiertonne zur Verfügung gestellt (auf freiwilliger Basis).
Diese Tonnen werden dann einmal pro Monat von der Müllabfuhr geleert.
Da diese Umstellung in den Gemeinden – in denen diese Umstellung bereits durchgeführt wurde – sehr erfolgreich ist und die Bürger dieses System sehr gut annehmen, würde es mich interessieren, ob diese Umstellung der Papiermüllsammlung auch für Lustenau ein Thema ist?“ Martin Fitz erklärt daraufhin, dass das Thema bei der nächsten Gemeindevertretungssitzung auf dem Tisch liegen wird. „Wir werden den Antrag auf Umstellung der Altpapiersammlung auf Haussammlung in der Papiertonne einbringen, da die Erfahrungen aus den Städten und Gemeinden, äußerst positiv und die Bürger hoch zufrieden mit der neuen Möglichkeit der Papiersammlung sind.“

Wie funktioniert die Altpapiersammlung ab Haus und was wird dadurch verbessert?

Die Papiermüllmengen steigen stets, was zur Folge hat, dass die
Papiercontainer bei den Sammelstellen oft überquellen und schon fast täglich
geleert werden müssen. Durch die Sammlung ab Haus wird eine Entlastung der
Sammelstellen erreicht. Den Haushalten wird auf freiwilliger Basis kostenlos eine entsprechende Papiertonne zur Verfügung gestellt. Diese wird bei Wohnanlagen im zeitlichen Abstand von 14 Tagen und bei Wohnhäusern einmal im Monat entleert. „Das bringt auch Vorteile für die Umwelt, weil dadurch bis zu 50 Prozent weniger Fahrten anfallen und auch aus ökologischer Sicht die Papiertonne im Vergleich zum momentanen Papiersammelsystem erhebliche Vorteile aufweist“, so Dipl. Ing. Fritz Studer vom Umweltverband.

Ein neues System, das die Umwelt schont, eine Erleichterung für die Bürger und der Gemeinde auf lange Sicht Einnahmen bringen soll. Albert Dreher ist da eher skeptisch. „Bei dieser Umstellung gewinnt nur der Entsorgungsbetrieb. Wenn jetzt schon die Papiercontainer überquellen und die Menge an Altpapier ansteigen wird, ist von größeren Mengen auszugehen. Wenn die Kosten für die Leerung der Containersammelstellen zu teuer sind, wie hoch wird dann die Sammlung bei den einzelnen Haushalten sein?“, fragt er sich. „Zur Ladezeit kommt dann noch der Halt an jedem Haus dazu. So ein Müllauto ist wesentlich länger unterwegs als ein Auto, das nur bestimmte Stellen anfahren muss. Hier denke ich, dass diese Art der Entsorgung für den einzelnen nicht nur Vorteile bringen wird, sondern vor allem höhere Kosten und Aufwendungen für die Lagerung und die Bereitstellung am Straßenrand“, so seine Meinung. Gerhard Frick meint dazu: „Ich wohne im Feldkreuz und wenn ich beobachte was einzelne Personen in der Nacht aber auch am Tage bei den Containern in der Vorachstraße alles abstellen, dann wundert mich nicht mehr, wenn man eines Tages diese Container verschwinden lässt und jede Familie den eigenen Müll selbst entsorgen kann.“
Antoinette Vogel beteiligt sich ebenfalls an der Diskussion: „Ich wäre dafür, dass wieder jeder seinen Müll selbst sammelt und entsorgt. Ganz gut würde ich es finden, wenn wir in Österreich wie bei unseren Nachbarn in Deutschland, für Plastikflaschen und Metalldosen etc. Pfand bezahlen müssten. Dann hat das Sammeln wieder einen Sinn und würde nicht alles achtlos in der Landschaft deponiert werden. Das Papier könnte z.B. wie jetzt schon von Vereinen gesammelt werden, die ein paar Euro dafür bekommen“, so ihr Vorschlag.

 

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