Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Eichenberger Lädele vor dem Aus

Eichenberg - Der einzige Nahversorger auf dem Pfänderstock schließt kommenden Montag. Mit einer unangenehmen Überraschung beginnt 2007 für Eichenberg. Nach 15 Jahren sieht sich Monika Gomm gezwungen, ihr "Lädele" zu schließen.

„Ich kann nicht mehr“

„Mit 380 Einwohnern ist leider kein Lebensmittelgeschäft mehr zu halten“, hat die Betreiberin resigniert, „ich wurde zwar von 80 Prozent der Eichenberger Bevölkerung unterstützt, aber das reicht heutzutage trotz aller Förderungen einfach nicht mehr. Mit dem Geld, das mir im Monat übrig blieb, kann ich das nicht mehr machen.“ Zudem wollte sie die zahlreichen Änderungen, die ihr wegen eines neuen Mietvertrags ins Haus gestanden wären, nicht mittragen. „Das war für mich das Pünktchen auf dem I“, schließt Monika Gomm mit ihrer Arbeit als Einzelhändlerin ab, „ich habe mittlerweile auch eine neue Anstellung gefunden.“

Fortbestand fraglich

In Eichenberg ist die Betroffenheit groß, denn „Monikas Lädele“ war mehr als nur ein Lebensmittelgeschäft. Das Geschäft mitten im Ortszentrum von Eichenberg fungierte als Drehscheibe des Dorfgeschehens. Eine Eichenbergerin berichtet gar von Totenstille im Dorf, wenn Monika Gomm auf Urlaub war und der Laden geschlossen blieb. Auf Seite der Gemeinde arbeitet Bürbestehen: „Ich hoffe, dass sich die Übergangszeit nur auf das Ausmaß eines normalen Betriebsurlaubs beschränkt.“

Bevölkerung kritisch

Die Eichenberger Bevölkerung sieht das weniger optimistisch. Hinter vorgehaltener Hand wundert man sich, warum die Gemeinde so sehr auf den Bau einer eigenen Turnhalle fixiert ist und sich nicht frühzeitig der prekären Situation des „Lädeles“ annahm. „Letztlich zählt, was der Gemeinde die Nahversorgung wert ist“, meint Monika Gomm mit einem Achselzucken. germeister Hermann Gmeiner daran, dass in Eichenberg das Kapitel Nahversorgung nicht zu Ende geschrieben werden muss. Er arbeite an einer Nachfolgelösung, es gebe Interessenten. In wenigen Wochen werde mehr Klarheit

VN-UMFRAGE: Was bedeutet Ihnen das „Lädele“ im Dorf?

Ich bin eine alte Frau. Im Moment kann ich noch zu Fuß zum Laden laufen, aber zukünftig muss ich entweder mit dem Bus ins Tal oder jemanden bitten, dass er mich fährt. Den Postwurf mit der Ankündigung der Schließung habe ich schwarz eingerahmt.

AGNES RÄDLER

Es ist schade. Ich habe gerne im „Lädele“ eingekauft, auch wenn die Produkte manchmal etwas teurer waren. Der Laden war natürlich auch für mich ein Treffpunkt. Bei Geburtstagen in der Handarbeitsrunde haben wir immer bei Monika gefeiert.

REGINA DEGASPER

Ich finde es wahnsinnig schade, dass das „Lädele“ geschlossen wird und hoffe, dass sich doch noch eine Lösung findet. Das ist ein großer Verlust für die Gemeinde und besonders für alle älteren Menschen, die nicht mehr mobil sind.

KARIN FETZ

Das „Lädele“ ist mehr als nur ein Lebensmittelgeschäft, es ist ein Treffpunkt mitten im Dorf. Die Frage ist natürlich, wie weit die Gemeinde mit ihrer Förderung gehen kann. Die Dorfgemeinschaft wird durch den Wegfall leiden.
home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Vorarlberg
  • Eichenberger Lädele vor dem Aus
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen