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Ehemaliges Café Rhomberg wird umgebaut

Die Fassade wird dem ursprünglichen Zustand angeglichen
Die Fassade wird dem ursprünglichen Zustand angeglichen ©Edith Rhomberg
Dem alten Gemäuer wird neues Leben eingehaucht
Umbau des ehemaligen Cafu00e9 Rhomberg, Dornbirn Bahnhofstraße

Dornbirn. Im März 2011 begann die Firma Ländlebau mit dem Umbau des zuvor erworbenen alten Gebäudes an der Bahnhofstraße/Ecke Klostergasse. Bereits am 1. Mai sollen das Erdgeschoss und das Kellergeschoss als Geschäftslokal mit 330 Quadratmetern Verkaufsfläche für den neuen Mieter SAJAS – Geschäft für Boardsportfans und Fashionbegeisterte – bereitstehen und zum Einzug fertig sein. Bis dahin möchte Bernhard Ruetz, Geschäftsführer von Ländlebau, auch die Fassade und das Dach des Gründerzeithauses in neuem Glanz erstrahlen lassen.

 

Die Geschichte  

Das Haus wurde 1903 von Franz Rhomberg, Wirt im benachbarten Gasthof Linde – heute Admiral Sportwetten – erbaut. Der erste Mieter im Parterre war die k. u k. priv. Böhmische Union Bank, die in den vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts in der Deutschen Bank aufging. Nachdem die Bank auszog, ließen die Töchter und Erbinnen von Franz Rhomberg im Gebäude ein Lokal errichten, das bis in die siebziger Jahre als Café Rhomberg geführt wurde. Danach war das Haus im Besitz von Helmut Fehle und im Jahr 2001 kaufte es die Wirtschaftskammer und nutzte es für Büros während der Bauphase des 2008 eröffneten WIFI Campus.

 

Die Zukunft

Das Gebäude wurde vom Amt der Vorarlberger Landesregierung als besonders erhaltungswürdig eingestuft. Durch diverse Adaptierungen in der Vergangenheit verlor es aber viel vom ursprünglichen Charakter und Charme. Ruetz und Geschäftspartner machten es sich zur Aufgabe, mit großem Engagement und Idealismus an die Revitalisierung und den Umbau des Gebäudes heranzugehen und zur Verschönerung der Bahnhofstraße beizutragen, wie sie sagen.  „In guter Zusammenarbeit mit dem Bauamt der Stadt Dornbirn und durch ein partnerschaftliches Verhältnis mit den Anrainern hatten wir eine gute Basis, unsere Ideen und Pläne umzusetzen“ sagt Ruetz. „So wurde es auch möglich, eine unterirdische Verbindung zur Tiefgarage vom WIFI herzustellen“, nennt der Bauherr eine zusätzliche Aufwertung des Objektes. Das Investitionsvolumen beträgt zwei Millionen Euro. Es sei nur deshalb relativ niedrig zu halten, weil Ländlebau Projektentwickler und Baufirma in einem sei, so der Geschäftsführer.

 

Bernhard Ruetz scheut es nicht, Büro und Schreibtisch zeitweise gegen die Baustelle in der Bahnhofstraße zu tauschen und legt dort selbst Hand an. Auch in der Rolle des Bauleiters ist der gelernte Wirtschaftswissenschaftler kompetent. Er lässt es sich nicht nehmen, in Fachfragen ins Detail zu gehen. Angefangen von den Dachziegeln, die die Kriterien erfüllen müssen, bis zum Kalkverputz an den Innenwänden gilt es, richtig zu entscheiden und dem ehrgeizigen Vorhaben Genüge zu tun.  „Jetzt, wo es um die Feinabstimmungen geht, will ich vor Ort sein“ sagt er und bekräftigt damit, wie wichtig für ihn persönlich das Projekt ist. „In meiner Familie wurde immer schon viel gebaut“, erklärt er sein Faible für die Materie und setzt die Tradition fort. Ab Mai werden die Arbeiten in den Obergeschossen des Hauses fertiggestellt. Dort entstehen 15 Wohnungen, die für eine soziale Nutzung vermietet werden.

 

Weitere Informationen: Mag. Bernhard Ruetz www.laendlebau.at  

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