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Egger zu Stadler: "Keine Verlustanzeige"

Bregenz - Der Vorarlberger FP-Obmann Dieter Egger wird Stadler nicht in der Partei vermissen: "Wir werden dem Ewald Stadler sicher keine Verlustanzeige hinten nach schicken."

Stadlers heftige Kritik an Parteichef Strache wertet Egger als „dumme Aussagen“. „Ich denke, dass der Herr Stadler die Flucht nach vorne ergriffen hat“, betonte Egger. Ob er weiterhin im NR-Klub bleiben solle, werde man nun „diskutieren“.

Auch Tirols FP-Obmann Gerald Hauser weint Stadler keine Träne nach: „Nach seinem gestrigen Agieren Nein.“ Keine Stellungnahme wollte die als Stadler-nahe geltende niederösterreichische FP-Obfrau Barbara Rosenkranz abgeben. Der NÖ-Labg. Gottfried Waldhäusl hielt sich ebenfalls zurück und betonte, die ganze Causa sei eine Angelegenheit des Bundes und habe mit Niederösterreich nichts zu tun. Burgenlands Johann Tschürtz versicherte diesbezüglich, er stehe „voll und ganz hinter Heinz Christian Strache“.

Stimmen pro Stadler

Auch nach seinem Parteiaustritt hat Ewald Stadler in der FPÖ noch Fans. So bezeichnete Oberösterreichs Landesparteichef Lutz Weinzinger den Abgang Stadlers vor der Parteivorstandssitzung am Donnerstag als „betrüblich“. „Ich hätte an seiner Stelle sicher abgewartet, wie die Diskussion läuft“, so Weinzinger.

Erfreut ist Weinzinger freilich darüber, dass Stadler („hervorragender Parlamentarier“) „uns erhalten bleibt, als Mitglied des Nationalratsklub“. Hintergrund für den Parteiaustritt laut Weinzinger: „Er ist der Meinung, dass Strache seine Sache nicht richtig macht und die überwiegende Mehrheit der Partei ist der Meinung, dass er seine Sache richtig macht.“ Eine freiheitliche Gesinnung könne Stadler auch ohne Parteimitgliedschaft haben, betonte Weinzinger. Ob es nun weitere Führungsdiskussionen in der FPÖ gebe? Weinzinger dazu: „Auf Bundesebene ganz sicher nicht. Außer die zwischen Ewald Stadler und Heinz Christian Strache, aber die ist erledigt.“

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