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Effektive Glücksspielkontrollen

Arnold Brunner im Keller der BH Bludenz bei den beschlagnahmten „VLT“- und Funwechsler-Automaten.
Arnold Brunner im Keller der BH Bludenz bei den beschlagnahmten „VLT“- und Funwechsler-Automaten. ©VN/HEY
Bludenz - Das Glücksspiel ist in Vorarlberg außerhalb von Casinos verboten. Dennoch gibt es vielerorts illegale Angebote. Eine Novelle zum Wettengesetz, die in den nächsten Monaten in Kraft treten soll, verschärft die Auflagen der „Zocker-Szene“ nochmals immens.

Dann werden die Anzahl der Wettterminals sowie die Anzahl der Wettlokale beschränkt, die Strafen erhöht und Livewetten gänzlich verboten.

Positive Entwicklung

„Das wird das restriktivste Wettengesetz in ganz Österreich. Und diese Entwicklung ist für die Bekämpfung des illegalen Glücksspiels äußerst positiv“, meint Arnold Brunner, Leiter der Polizei- und Verkehrsabteilung der Bezirkshauptmannschaft Bludenz. Mit der Novelle verbunden sind auch Hoffnungen auf einen Rückgang der Spielsucht.

Gleichwohl ist dem Experten auch bewusst, dass es dann eine Verlagerung hin zum Online-Glücksspiel geben wird. „Das ist allerdings ein Problem, für das europaweit Regelungen gefunden werden müssen.“

100 illegale Automaten

Der Beamte schätzt, dass hierzulande rund 100 illegale Glücksspielautomaten in Betrieb sind. „Dabei handelt es sich um zwei Arten von Geräten“, weiß Brunner. Einerseits sei das der sogenannte Funwechsler, der den Anbietern glauben machen will, dass dieser Automat nicht unter das Glücksspiel-Gesetz fallen würde. „Das ist aber nicht wahr. Er fungiert zwar auch als Musikbox und Geldwechsler, aber auch als Spielautomat“, verdeutlicht der Abteilungsleiter. Andererseits sei das der „VLT“, der Video-Lottery-Terminal, der über das Internet Verbindung mit einem Zentralserver außerhalb Österreichs aufnimmt. „Entscheidend ist jedoch, wo das Gerät steht.“ Folglich ist das Aufstellen eines solchen Gerätes strafbar.

Schwerpunktkontrollen

Während Schwerpunktkontrollen konnten allein in diesem Jahr in Bludenz 65 Automaten beschlagnahmt werden. Dabei gehen die Ermittler sowohl Hinweisen aus der Bevölkerung als auch eigenen Recherchen nach. Gemeinsam mit der Polizei und der „SOKO-Glücksspiel“ vom Finanzamt statten die Beamten den potenziellen Lokalen dann einen Besuch ab. „Das spricht sich wohl sehr schnell herum. Denn es ist auffällig, wie viele Lokale in der Nachbarschaft sofort schließen“, berichtet Brunner aus Erfahrung. Aus diesem Grund kontrollieren die Beamten in letzter Zeit vermehrt auch diverse Lokale gleichzeitig. Und die Erfolgsquote liegt bei 100 Prozent: „Wenn wir kontrollieren, werden wir auch fündig.“

Automaten werden zerstört

Die beschlagnahmten Automaten befinden sich derzeit teilweise im Keller der Bezirkshauptmannschaft, teilweise in speziellen Depots in Hard und Bregenz. Der Platz wird jedoch langsam eng. „Daher müssen wir die aktuell rund 100 laufenden Strafverfahren bald zu Ende bringen“, gesteht sich Arnold Brunner ein.

Sobald die Verfahren rechtskräftig abgeschlossen sind, droht den Glücksspielautomaten ein jähes Ende: „Sie werden zerstört. Entweder fahren wir mit einer Walze darüber oder wracken sie ähnlich wie bei einem Pkw einfach ab.“

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