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Effekt blieb aus

Die erhofften Mehreinnahmen durch eine Gebühr für Krankenscheine blieb aus.

Was hat die Krankenscheingebühr im Ländle tatsächlich
gebracht? Ärger bei allen Beteiligten über den Verwaltungsaufwand und
geringere Mehreinnahmen als erwartet. Der erhoffte pädagogische Effekt hat
sich längst verflüchtigt. Dies belegen die Zahlen und Erfahrungen der
Vorarlberger Gebietskrankenkasse mit der 50-Schilling-Gebühr.

Heute wird über den Sinn und Unsinn von Selbstbehalten bzw. einer neuer
80-Schilling-Quartalgebühr diskutiert, um die Kassen und das
Gesundheitssystem finanzieren zu können. Dies war vor Jahren als die heutige
Krankenscheingebühr zur Debatte stand auch der Fall. Einziger Unterschied zu
damals war, dass das Ganze nicht als reine Geldbeschaffungsaktion
deklariert, sondern als pädagogische Maßnahme (ein Arztbesuch würde genauer
überlegt) verbrämt wurde.


Rückgang aufgeholt

Doch die mittlerweile auch im Ländle gemachten Erfahrungen sprechen eine
deutliche Sprache. Laut der VGKK (rund 190.000 Beitragszahler) sind heuer
nicht weniger Krankenscheine im Umlauf als noch vor der Gebührenzeit. Im
ersten Jahr gab es noch einen Rückgang.

Laut VGKK-Obmann Wieland Reiner
wurden 1997 im Lande 990.236 Krankenscheine abgegeben und verrechnet. Für
1999 wird wieder mit knapp über einer Millionen gerechnet.

Auf den Rückgang folgt der Nachholeffekt, so lauten die Erfahrungen der
Kasse nicht nur bei den Krankenscheinen. “Das hat sich auch bei der
Rezeptgebühr nicht anders dargestellt”, weiß Reiner.
Auch finanziell hat die Gebühr bei weitem nicht das gebracht, was im Vorfeld
an Summen gehandelt wurde. Da war von 50 Millionen Schilling die Rede, wobei
vergessen wurde, dass im Lande viele (Kinder, Ältere, sozial Bedürftige)
befreit sind. Tatsächlich fließen nur 27 Millionen in die Kassen der Kasse.
Dies aber stehe in keinem Verhältnis zu dem enormen Verwaltungsaufwand, so
der GKK-Obmann.

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