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e5-Zertifizierung: Hohenems strebt nach dem vierten „e“

Das Hohenemser e5-Team zeigte sich erneut stolz über 3 „e“.
Das Hohenemser e5-Team zeigte sich erneut stolz über 3 „e“. ©Matthias Rhomberg
Zehn von landesweit 51 e5-Gemeinden wurden beim diesjährigen e5-Event im Kulturhaus Dornbirn von Landesrat Johannes Rauch für ihren Einsatz zur „Energieautonomie+“ ausgezeichnet.

Hohenems bleibt bei starken drei „e“ und überzeugte – nicht nur – mit der größten zusammenhängenden Begegnungszone des Landes als Teil der Zentrumsentwicklung. Die Stadt Hohenems absolvierte erst ihr zweites Audit und kratzt mit einer unglaublichen Steigerung von 9 % bereits an der Grenze zum vierten „e“.

„Ein unglaubliches Ergebnis, welches uns alle sehr stolz macht und zeigt, dass sich unsere Investitionen, Mühen, Schritte und Wandlungen lohnen und bezahlt machen. Danke an alle Bürgerinnen und Bürger, die jeden Tag ihren Beitrag zu einer klimafreundlicheren Zukunft leisten. Danke an meine politischen Kollegen, die diesen Weg mit mir gehen. Danke an die Mitarbeiter der Stadt Hohenems, die den Klimagedanken in ihren Projekten verankert und verinnerlicht haben. Und ein besonderes Danke dem e5-Team, welches stetig und ständig an Verbesserungen und Vorschlägen arbeitet. Dieses Ergebnis ist die Summe der Leistungen von uns allen, denn unsere Zukunft geht uns alle an“, zeigt sich Bürgermeister Dieter Egger begeistert.

Zentrumsentwicklung: 9.000 m2 Lebensqualität

Das attraktiv gestaltete Zentrum von Hohenems bietet eine hohe Aufenthaltsqualität sowie ein sicheres und gleichberechtigtes Nebeneinander aller Verkehrsteilnehmer. In jüngster Zeit fand eine Erweiterung der Begegnungszone mit der Marktstraße sowie der Fußgängerzone um den Kirchplatz statt. Über eine Reaktivierung des Leerstandes und der Erdgeschosszonen sowie die gezielte Ansprache von jungen Familien über Kleinkindbetreuung, Veranstaltungen und inhabergeführte Lädchen schafft Hohenems eine Belebung des Zentrums. Eine Erweiterung der Begegnungszone ist ebenso Planung wie der Neubau des Rathauses und der Restauration der Villa Rosenthal zu einem Begegnungszentrum und Literaturhaus.

Ausgezeichnete Gebäudestandards und begrünte Dächer

Die Bauprojekte der Stadt Hohenems werden nach höchsten ökologischen und energetischen Standards gebaut. Auch das schlug sich bei der e5-Zertifizierung positiv in der Bewertung nieder. Beispiele für herausragende Projekte und Musterbeispiele für ökologisches Bauen in Passivhausqualität sind die aktuellen Neubauten Volksschule Schwefel sowie der Kindergarten Hellbrunnenstraße. Der Kindergarten beispielsweise wurde in Kombination mit einem Nahversorger im Erdgeschoss umgesetzt. Dachbegrünungen sind neben der Errichtung von PV-Anlagen auf dem Dach inzwischen Standard, um unter anderem eine zusätzliche Retentions- und Biodiversitätsfläche zu schaffen. Als Teil einer Informationskampagne zum Thema Flachdach- und Gebäudebegrünungen bietet die Stadt Hohenems für Bürger mit der Aktion „Gründach“ kostenlose Beratungen für Dach- und Fassadenbegrünungen an. Das läuft über die Ausgabe von Beratungsgutscheinen. Diese haben einen Wert von 150 Euro und können beim Buchautor und Naturdenker Conrad Amber eingelöst werden.

Moorrenaturierung Spirkenhochmoor

„Auf der Landesfläche Vorarlbergs liegen 25 % der österreichischen Moorflächen, deren Rückgang durch Entwässerung, Umbrüche und Verbauung in den letzten Jahren deutlich wurden. Dadurch gehen wichtige CO2-Senken verloren. Die Stadt Hohenems hat mit ihrem Renaturierungsprojekt im Spirkenhochmoor eine der zentralen CO2-Senken im Land wieder reaktiviert und erhält so dieses Naherholungsgebiet als Naturraum mit hohem ökologischen Wert“, ergänzt Umweltstadtrat Gerhard Stoppel.

„Der Schutz unserer Umwelt und damit eine aktive Zukunftsgestaltung sind für uns nicht nur Schlagworte, sondern gelebte Praxis. Wir gehen als Stadt voran und zeigen, wie es geht“, erklärt Bürgermeister Dieter Egger abschließend.

Das e5-Landesprogramm

Seit 1998 gibt es das e5-Landesprogramm in Vorarlberg. Über 500 e5-Teammitglieder in 51 e5-Gemeinden arbeiten kontinuierlich daran, die Ziele der „Energieautonomie+“ zu erreichen. Dabei stellen sie sich alle vier Jahre einem Audit und einer Kommission, wobei Projekte und Umsetzungen bewertet werden – mit maximal fünf „e“.

Webtipp e5 Vorarlberg

Auf http://e5-vorarlberg.at finden sich weiterführende Informationen zum Programm, den teilnehmenden Gemeinden sowie deren „best practice“-Beispiele in allen Handlungsfeldern.

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