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Durig-Böhler-Gedächtnis-Preis  für besondere Forschungsarbeit verliehen

Prim. Univ.-Doz. Dr. Karl Lhotta, Präsident der GÄV, und Dr. Philipp Rein bei der Preisverleihung.
Prim. Univ.-Doz. Dr. Karl Lhotta, Präsident der GÄV, und Dr. Philipp Rein bei der Preisverleihung. ©Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H.
Verleihung an Dr. Philipp Rein, Innere Medizin und Kardiologie LKH Feldkirch

Kürzlich verlieh die Gesellschaft der Ärzte in Vorarlberg unter der Leitung von Präsident Prim. Univ.-Doz. Dr. Karl Lhotta den renommierten Durig-Böhler-Gedächtnis-Preis für eine besondere Forschungsarbeit aus dem LKH Feldkirch.
Dr. Philipp Rein und sein Team von der Abteilung für Innere Medizin und Kardiologie am LKH Feldkirch erhielten die Auszeichnung für die beste international veröffentlichte Publikation aus Vorarlberg.

Dr. Rein und sein Team am Akademischen Lehrkrankenhaus Feldkirch dürfen sich nach 2010 erneut über diese Auszeichnung freuen. Thema der Publikation war die Nierenschädigung als kardiovaskulärer Risikofaktor.

Nierenschädigung als kardiovaskulärer Risikofaktor

In seiner prospektiven Beobachtungsstudie an 867 Patienten, die sich alle einer Herzkatheteruntersuchung unterzogen hatten, analysierte Dr. Rein die Bedeutung der Albuminurie im Hinblick auf das Risiko für zukünftige Herz-Kreislauferkrankungen. „Dabei zeigte sich, dass Patienten mit Albuminurie (Eiweißausscheidung im Urin) auch ohne relevante koronare Herzerkrankung (KHK) ein signifikant erhöhtes Risiko für das Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen aufwiesen“, so Dr. Rein. Die an der Studie beteiligten Patienten wurden im Mittel über 3,2 Jahre nachbeobachtet. „Interessanterweise fand sich bei den Patienten mit Nierenschädigung ohne nachweisbare KHK eine vergleichbare Risikoerhöhung wie bei jenen Patienten, bei denen bereits eine KHK in der Herzkatheteruntersuchung nachweisbar war aber keine Nierenschädigung vorlag. Somit kann die Albuminurie per se als KHK-Äquivalent angesehen werden“, erläuterte Dr. Rein. Die dieses Jahr im „American Journal of Cardiology“ publizierte Arbeit wurde vom Land Vorarlberg und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) teilfinanziert.

Vorarlberger Medizinerpreis hat Tradition

Der Durig-Böhler-Gedächtnis-Preis wurde anlässlich des 25-jährigen Bestehens der Gesellschaft der Ärzte in Vorarlberg zur Förderung der wissenschaftlichen Arbeit im Lande gestiftet und zum Andenken an die bedeutenden Vorarlberger Wissenschaftler benannt. Der Preis dient der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, mit ihm sollen wissenschaftliche Arbeiten gefördert werden, welche durch Ärzte im Rahmen ihrer Tätigkeit in Vorarlberg entstanden sind. Nach 2010 ging der Preis, der auch von der Vorarlberger Ärztekammer und dem Land Vorarlberg unterstützt wird, heuer zum zweiten Mal an Dr. Philipp Rein, der neben seiner klinischen Tätigkeit als Facharzt für Innere Medizin auch als Wissenschaftler am Vorarlberg Institut für Vaskuläre Forschung (VIVIT) tätig ist.

Originaltitel der Arbeit: Impact of the Albumin to Creatinine Ratio and the Coronary Artery State on Vascular Events, publiziert im Journal „American Journal of Cardiology“ (Rein et al. Am J Cardiol 2014;113:1616-1620)

 

Quelle: Vorarlberger Krankenhaus-Betriebsges.m.b.H./Delacher

 

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