Durch Klimaschock drohen Wertverluste bei Fonds

Der Shift von Kohle zu Windkraft beeinflusst auch die Börsen
Der Shift von Kohle zu Windkraft beeinflusst auch die Börsen ©APA/dpa-Zentralbild
Der FMA zufolge drohen bei Fonds Wertverluste von bis zu 19,7 Mrd. Euro durch Klimarisiken. Die Stresstests unter Annahme mehrerer Szenarien zeigten, dass der Schwenk hin zu einer CO2-neutralen Wirtschaft schon in den nächsten fünf Jahren zu "substanziellen Wertverlusten" führen kann. Die Bandbreite liegt bei -3 bis -9 Prozent, absolut sind das zwischen 6,6 und 19,7 Mrd. Euro. "Grüne Fonds" seien dabei besser geschützt als "braune Fonds" mit hoher fossiler Abhängigkeit.

Die Finanzmarktaufsicht (FMA) hat für die am Dienstag veröffentlichte Berechnung die österreichischen Fonds einem Klima-Stresstest nach den Kriterien und dem Layout der europäischen Wertpapieraufsichtsbehörde ESMA unterworfen. Bei dem Stresstest wird geschaut, was passiert, wenn sich in puncto Treibhausgasemissionen die Politik, die Technologie und das Verhalten von Verbrauchern und Investoren verändert.

Laut FMA sind von den insgesamt 218 Mrd. Euro in österreichischen Fonds verwaltetem Vermögen bereits 53 Mrd. Euro unter Nachhaltigkeitskriterien veranlagt. Besonders erfolgreich unter den österreichischen Nachhaltigkeitsfonds sind jene nach dem "Österreichischen Umweltzeichen für nachhaltige Finanzprodukte" (UZ49). So waren zum 30. September 2021 bereits 103 Fonds mit einem verwalteten Vermögen von 23,6 Mrd. Euro nach dem Umweltzeichen veranlagt, ein Zufluss von 10,1 Mrd. beziehungsweise 74,8 Prozent innerhalb eines Jahres.

(APA)

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