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Dschihadist Deni V. - Ehemalige Vorarlberger Arbeitskollegen schockiert

©Deni V. beim Flüchtlingsfest in Bregenz 2010 / VOL.AT
Unauffällig, freundlich und zurückhaltend. So beschreiben ehemalige Arbeitskollegen gegenüber VOL.AT den getöteten 33-jährigen IS-Kämpfer Deni V.
Vorarlberger Weißrusse als IS-Kämpfer im Irak getötet

Vermutlich vor rund 6 Tagen am Mount Korek, ca. 20 Kilometer südlich von Sinjar, endete das Leben des jungen Weißrussen (33), der seit 2004 in Vorarlberg gelebt hat  – wie VOL.AT bereits am Dienstag in Erfahrung bringen konnte – im Gefecht gegen Kämpfer der kurdischen YPG. Doch so viel über das Ende des aus dem Ländle aufgebrochenen IS Kämpfers bekannt ist, so wenig weiß man bislang über sein Vorleben in Vorarlberg.

Behörden geben sich zugeknöpft

Die Spurensuche, was der getötete Dschihadist Deni V. in den letzten Jahren in Vorarlberg gemacht hat, gestaltet sich schwierig. Die Polizei hüllt sich nach wie vor in Schweigen und beharrt darauf, keinen Kommentar zu konkreten Personen abzugeben. Klar scheint mittlerweile nur, dass die Behörden von der gestrigen Berichterstattung überrascht wurden und bislang keinerlei Informationen zum angeblichen Tod von Deni V. hatten. Bislang fehlt den Behörden auch noch eine endgültige unabhängige Bestätigung, auch wenn die Bilder und Informationen aus dem Irak wenig Spielraum zulassen.

Wie wurde aus Deni V. ein radikaler Dschihadist?

Die wohl größte Frage ist allerdings, wie aus einem offenbar unauffälligen jungen Asylwerber, der sich noch 2010 aktiv bei einem Flüchtlingsfest der Caritas eingebracht hat, eineDschihadist des Islamischen Staates wurde?

Arbeitskollegen überrascht und schockiert

VOL.AT-Recherchen zeigen, dass der 33-Jährige offenbar noch bis Mai oder Juni dieses Jahres bei einem Automobilzulieferer im Schichtbetrieb gearbeitet hat. Einige ehemaligen Arbeitskollegen zeigen sich betroffen und auch überrascht davon, dass Deni V. offenbar ein radikalisierter Terrorist war und sich dem IS anschloss.

Dunkle Seite hinter der freundlichen Fassade

“Er war immer sehr freundlich und höflich. Wenn man ihm etwas erklärt hat, hat er immer aufmerksam zugehört und sich auch gleich entschuldigt wenn ihm einmal ein Fehler passiert ist”, erklärt ein ehemaliger Arbeitskollege, der anonym bleiben möchte. Hilfsbereit und ruhig sind ebenfalls Wesenszüge,  die D. von seinen ehemaligen Arbeitskollegen bescheinigt werden. Eine ehemalige Arbeitskollegin zeigt sich gegenüber VOL.AT. auch enttäuscht, welch dunkle Seite offenbar hinter der freundlichen Fassade des Dschihadisten Deni V. gesteckt hat.

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