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Drogensubstitutionsbericht 2004 liegt vor

"Der Trend zu Opiaten ist auch in der Substitution festzustellen", das geht aus dem Drogensubstitutionsberichtes 2004 hervor, berichtet Gesundheitslandesrat Landesstatthalter Hans-Peter Bischof.

Insgesamt wurden in Vorarlberg 123 Personen (76 Prozent Männer und 24 Prozent Frauen) in die Substitutionsbehandlung aufgenommen, davon waren 63 Erstaufnahmen (71 Prozent Männer und 29 Prozent Frauen). Besonders in der zweiten Jahreshälfte 2004 ist die Zahl der Erstmalsbehandlungen mit 43 Personen signifikant angestiegen. Auffällig ist, dass von den 63 Neuaufnahmen 45 jünger als 30 Jahre und davon wiederum zehn Personen jünger als 20 Jahre alt waren.

Bei der Wahl des Medikamentes für die Substitutionsbehandlung zeigt sich, so Bischof, “dass Methadon weiter rückläufig ist”. Lag der Anteil im Jahr 2000 bei 45,6 Prozent sind es 2003 nur noch 28,2 Prozent. Hingegen sind die Anteile von retardierten Morphinen stark gestiegen, konkret von mehr als 33 auf über 40 Prozent. Bei den 123 Personen die 2004 in die Substitutionsbehandlung aufgenommen wurden erfolgten 135 Behandlungen, 30 Prozent mit Methadon, 46 Prozent mit retardierten Morphinen und 21 Prozent mit Subutex, bei den restlichen drei Prozent wurden andere Substanzen eingesetzt. Da die retardierten Morphine im Gegensatz zu Methadon nicht in flüssiger, sondern in Tablettenform abgegeben werden, haben sie ein wesentlich höheres Missbrauchsrisiko. Wie Landesstatthalter Bischof betont, hat das Gesundheitsministerium als zuständige Behörde für die Substitutionsbehandlung bereits angekündigt, bis Ende Februar Verbesserungsvorschläge zu präsentieren. In Vorarlberg gibt es schon derzeit sehr strenge Vorgaben bei den Abgabemodalitäten, welche in Zusammenarbeit und in Abstimmung mit der Vorarlberger Apothekerkammer erstellt wurden. Damit soll das Risiko des Missbrauchs deutlich reduziert werden.

Laut Bischof, lassen sich die Ziele der Substitutionsbehandlung, wie Entkriminalisierung, HIV- und Hepatitis-Prävention, Stabilisierung sowie Schadenminimierung, gut verwirklichen. Bischof: “Die Substitution stellt eine nicht mehr wegzudenkende Behandlungsmöglichkeit für Opiatabhängige dar.” Zur Zeit werden 318 Opiatabhängige behandelt. Pro Jahr werden rund 400 Behandlungen durchgeführt, wobei im Jahre 2004 mit 422 Behandlungen bei 385 Personen ein historischer Höchststand erreicht wurde. “Wir werden diese Entwicklung mit Argusaugen weiter beobachten, um rasch auf Änderungen reagieren zu können”, so Bischof.

LSth. Bischof: Mehr niedergelassene Ärzte für SubstituierteEine weitere vorarlbergspezifische Herausforderung ist, so Bischof, “dass nach wie vor zu wenig niedergelassene Ärzte mit Kassenvertrag in der Substitutionsbehandlung tätig sind.” Dadurch ergibt sich insbesondere im Bezirk Dornbirn eine Lücke, wo derzeit nur 40 der 80 Substituierten behandelt werden können. Bischof fordert daher von Gebietskrankenkasse und Ärztekammer, die für den Versorgungsauftrag im niedergelassenen Bereich verantwortlich sind, entsprechende Weichenstellungen vorzunehmen.

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