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Drei Lebend-Verbrennungen in Indien nach Hexerei-Gerüchten

Weil sie der Hexerei beschuldigt wurden, sind in Indien drei Menschen brutal ermordet worden. Laut Polizei griffen hunderte Dorfbewohner eine Familie aufgrund von Gerüchten an, dass diese Kinder für Ritualmorde entführt habe. Der aufgebrachte Mob schloss die Familie in ihrem Haus ein und steckte es in Brand. Drei der Eingeschlossenen verbrannten bei lebendigem Leib, fünf wurden gerettet.


Laut dem Polizeichef des Bezirks Lohardaga im Bundesstaat Jharkhand warfen die Dorfbewohner dem Familienoberhaupt vor, ein Hexer zu sein. Medienberichten zufolge hatte er vor Jahren einmal in Haft gesessen – angeblich, weil er jemanden enthauptet hatte. Daraufhin wuchs in seinem Dorf die Angst, er könne in Ritualmorde verwickelt sein.

Die Polizei vermutet hingegen nach eigenen Angaben, die Gerüchte könnten von einem Dorfbewohner aus persönlichem Groll gegen das Familienoberhaupt gestreut worden sein. Nach den brutalen Lynchmorden seien zehn Verdächtige festgenommen worden.

In Indiens unterentwickelten Gebieten herrscht häufig noch der Glaube an Hexerei. Der Kriminalstatistik zufolge wurden in den Jahren 2000 bis 2012 knapp 2.100 Menschen als vermeintliche Hexer umgebracht. Die meisten der Opfer waren demnach Frauen.

Immer wieder gibt es auch Berichte über Ritualmorde: Erst am Montag rettete die Polizei in Neu Delhi ein entführtes vier Monate altes Mädchen und nahm drei Männer fest – darunter den Onkel der Kleinen, der sie für ein Opferritual an einen Hexer verkauft haben soll.

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