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Drei Jahre nach 9/11 keine Spur von Bin Laden

Am Samstag jähren sich die Terroranschläge auf die Vereinigten Staaten vom 11. September 2001 zum dritten Mal - und von Osama bin Laden, dem US-Staatsfeind Nummer Eins, fehlt noch immer jede Spur.

Zwar zeigte sich der Beauftragte für Terrorismusbekämpfung der US-Regierung, Cofer Black, bei einem Besuch in Pakistan vor kurzem zuversichtlich, dass sich die Schlinge um den Hals des mutmaßlichen Extremistenführers enger ziehe – pakistanische Fachleute sehen das aber ganz anders. „Wir haben keine Hinweise auf Osama bin Laden“, sagte Pakistans Informationsminister Sheikh Rashid vor wenigen Tagen – „und zwar überhaupt keine“.

In dieselbe Kerbe schlägt der pakistanische Innenminister Aftab Ahmed Sherpao mit seiner Feststellung, die Behörden seien dem Anführer der Terrororganisation El Kaida keineswegs dicht auf den Fersen: Derartige Schlussfolgerungen seien „verfrüht“.

Seit dem US-geführten Einmarsch in Afghanistan im Oktober und dem Sturz der radikalislamischen Taliban-Regierung suchen die Vereinigten Staaten Tag für Tag mit über 10.000 Soldaten in Afghanistan nach dem Anführer von El Kaida. Bin Ladens Ergreifung ist ihnen 25 Millionen Dollar (knapp 21 Millionen Euro) wert; so hoch ist das Kopfgeld, das allein die US-Regierung auf ihn ausgesetzt hat. Die US-Pilotenvereinigung hat noch einmal zwei Millionen Dollar draufgelegt. Trotzdem können die Ermittler höchstens sagen, wo der gebürtige Saudiaraber sich möglicherweise aufgehalten hat, nicht aber, wo er derzeit ist.

Nach den Anschlägen vom 11. September war Bin Laden in der ostafghanischen Tora-Bora-Region mit dutzenden Anhängern zunächst umstellt worden; wohl mithilfe örtlicher Milizen und paschtunischen Stammesangehörigen konnten die Gesuchten aber entkommen. Wo Bin Laden danach unterkam, ist weitgehend ein Rätsel. Von Zeit zu Zeit tauchen Tonbänder oder Videoaufnahmen von ihm auf, die geheimnisumwitterte anonyme Kuriere an belebten Treffpunkten an arabische Journalisten übergeben oder per Telefon dem Fernsehen zukommen lassen.

Deutsche Sicherheitskreise haben im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet um Peshawar ein Areal ausgemacht, in dem Bin Laden bis in die jüngste Vergangenheit immer wieder gesehen worden sein soll. In dem rund 2500 Kilometer langen, abgelegenen und unwirtlichen Landstrich regieren Paschtunen-Stämme, die den USA feindlich gegenüberstehen und sich eher mit islamistischen Kämpfern verbünden.

Aber auch Nordwaziristan und Südwaziristan kommen in Frage, und das als „Teufelsdreieck“ bekannte Dreiländereck von Afghanistan, Pakistan und dem Iran. Der Geheimdienstchef der afghanischen Provinz Kandahar behauptet, Bin Laden sei im pakistanischen Bezirk Bajaur gesichtet worden: „Alle Welt weiß, dass er in Pakistan ist“ – zuletzt sei er im November vergangenen Jahres in Bajaur gesehen worden, meint Abdullah Laghmanai.

Der US-Autor und El-Kaida-Experte Peter Bergen glaubt dagegen, dass der fast zwei Meter große Bin Laden in einer der großen pakistanischen Städte untergetaucht ist, in denen in den vergangenen Monaten mehrere seiner Gefolgsleute gefasst worden waren. „Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass Bin Laden irgendwo in den Bergen im pakistanischen Teil Kaschmirs ist – in einem Gebiet, dass für Außenstehende nicht zugänglich ist und zahlreiche Gruppen bewaffneter Einheimischer birgt, von denen einige eng mit El Kaida verflochten sind“, schreibt der Fachmann in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Atlantic Monthly“.

Während über Bin Ladens Aufenthaltsort also Verwirrung herrscht, sind einige seiner Verfolger aber zumindest zuversichtlich, dass sie sich mittlerweile ein besseres Bild von seinen Bewegungen machen können. „Die Zeitspanne zwischen seinem Aufenthalt und dem Punkt, wo wir davon erfahren, wird kleiner“, gibt sich ein Ermittler in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zuversichtlich.

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