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Drei Jahre Haft für Drogendealer

Bludenzer verkaufte knappe zwei Kilo der illegalen Muntermacher - drei Jahre Haft. Bezogen hat er den Stoff hier im Land. Der junge Mann ist seit dem fünfzehnten Lebensjahr süchtig.

Weckmittel oder Amphetamine zügeln den Appetit und putschen auf. Was ehrgeizige Studenten der Dreißigerjahre und Kriegspiloten zu schätzen wussten, ist offenbar auch heute noch bei den Drogenkonsumenten beliebt. Hoffnungsschimmer Ansonsten hätte der angeklagte 23-jährige Bäckerlehrling nicht knappe zwei Kilo der Aufputsch-Droge Speed in einem halben Jahr verkauft bekommen. Bezogen hat er den Stoff hier im Land. Der junge Mann ist seit dem fünfzehnten Lebensjahr süchtig. Mit 23 Jahren kennt der Bludenzer, der seit Dezember in U-Haft sitzt, beinahe alle Rauschmittel: Cannabis, Ecstasys, LSD, Opium, Speed, Kokain. “Eine halbjährige stationäre Therapie, danach ambulante Weiterbetreuung ist nicht aussichtslos”, verheißt das Gutachten von Primar Reinhard Haller zumindest einen Hoffnungsschimmer. “Man muss honorieren, dass der Angeklagte zumindest jetzt reinen Tisch machen will”, anerkennt Staatsanwalt Heinz Rusch das Geständnis des Mannes.

Therapie statt Strafe

Nicht nur was den Speed-Handel betrifft, zeigte der Mann Geschick, auch im Anbau von Hanfpflanzen hatte er einen grünen Daumen. Von den sechs Kilo Eigenbau erreichte das Indoor-Material passable Qualitäten. Zwei Jahre lang erntete der Bludenzer – viereinhalb Kilo Cannabisprodukte verkaufte er. Der Drogensenat verurteilte den Abhängigen zu drei Jahren Haft. Die Grenze, die gerade noch die Möglichkeit “Therapie statt Strafe” ermöglicht. Erklärt sich die Staatsanwaltschaft einverstanden, kann der Angeklagte mit seinem Entzug beginnen.

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