Drei Freisprüche für Aufsichtspersonen nach tödlichem Badeunfall

Dornbirn - Mit drei Freisprüchen hat am Freitag am Bezirksgericht Dornbirn ein Prozess wegen fahrlässiger Tötung nach einem tödlichen Badeunfall geendet.

Drei Jugendbetreuer standen vor Gericht, weil Ende Juli 2008 bei einem von ihnen beaufsichtigen Badeausflug an der Dornbirner Ach ein 13-jähriger Jugendlicher aus Hard ertrunken war. Die Urteile sind nicht rechtskräftig.

 

Der Badeunfall hatte sich am 31. Juli bei einem Ausflug eines Islamischen Kulturvereins in Dornbirn ereignet. Die 30-köpfige Gruppe von Kindern und Jugendlichen wurde von den drei Erwachsenen im Alter von 18, 22 und 35 Jahren beaufsichtigt. Sie verbaten ihnen, an der gefährlichen Stelle mit Badeverbot ins Wasser zu gehen. Zwei der Buben, darunter der 13-Jährige, hielten sich jedoch nicht daran.

Als die anderen Jugendlichen das Fehlen des Buben bemerkten, lag der 13-Jährige vermutlich schon mehrere Minuten bewusstlos unter Wasser. Eine der Begleitpersonen barg den 13-Jährigen aus einer Tiefe von etwa zwei Metern, rund 45 Minuten dauerte die Reanimation des Buben. Er verstarb einen Tag später im Spital.

Das Gericht prüfte nun, ob die drei Betreuer ihrer Aufsichtspflicht ausreichend nachgekommen waren. Richter Martin Mitteregger erklärte in seiner Urteilsbegründung, man könne den drei Männern keinen Vorwurf machen, sie hätten alles Menschenmögliche getan. Die Betreuer seien “ohnehin genug gestraft”, bei dem Ausflug ein Kind verloren zu haben.

 

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