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Drei EU-Länder im „Wechselkursmechanismus“

Der so genannte „Europäische Wechselkursmechanismus“ hat drei neue Mitglieder: Lettland, Malta und Zypern. Der Wechselkursmechanismus ist das „Wartezimmer“ für einen späteren Beitritt zur gemeinsamen Währung Euro.

Die nationalen Währungen können fortan nur noch mit einer Bandbreite von plus oder minus 15 Prozent gegenüber dem Euro schwanken.

Hinter der Entscheidung stehen die Finanzminister der Euro-Zone mit zwölf Ländern, die Europäische Zentralbank und die bisherigen Länder im Wechselkursmechanismus. Der Beschluss war vorher nicht angekündigt worden, um Spekulationen an den Finanzmärkten zu vermeiden.

Ein Euro entspricht von nun an 0,702804 lettischem Lats, 0,585274 Zypern-Pfund und 0,4293 maltesischer Lira. Die baltischen Staaten Estland und Litauen sowie Slowenien sind bereits seit Juni vergangenen Jahres Mitglied des Wechselkursmechanismus. Dänemark ist schon seit längerem dabei.

Nach den Regeln muss ein Land mindestens zwei Jahre im „Wartezimmer“ verbracht haben, bevor es den Euro einführen darf. Die jetzt aufgenommenen Länder können also frühestens im April 2007 die Gemeinschaftswährung ausgeben. Dazu müssen sie jedoch die Maastrichter Stabilitätskriterien einhalten. So muss die Neuverschuldung unter drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes liegen.

Bis auf Dänemark gehören die sechs Länder im Wechselkursmechanismus zu den neuen EU-Staaten, die vor rund einem Jahr der Europäischen Union beitraten. Alle neuen EU-Länder sind auf Dauer verpflichtet, den Euro einzuführen.

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