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Dramatik am Jobmarkt

Bregenz - Im Land liegen die Arbeitslosenzahlen in allen Bereichen über jenen des Vorjahrs. Im Dezember stieg die Arbeitslosigkeit um 17,9 Prozent.

Ende Dezember 2009 waren in Vorarlberg 11.467 Personen arbeitslos vorgemerkt. Gegenüber dem Vormonat entspricht das zwar einem Rückgang von 1118 Arbeitslosen, gegenüber dem Dezember des Vorjahres allerdings immer noch einer Zunahme um 1739 bzw. 17,9 Prozent. Die Arbeitslosigkeit bei Männern hat gegenüber dem Vorjahr um 1171 oder 21,4 Prozent zugenommen, die Frauenarbeitslosigkeit ist um 571 oder 13,4 Prozent angestiegen. 2399 Personen befanden sich Ende Dezember 2009 in diversen Schulungsprogrammen. Das sind um 853 oder 55,2 Prozent mehr als im Dezember des Vorjahres. Sie werden statistisch nicht als arbeitslos gerechnet.

Oberösterreich mit Rekord

Nach wie vor am stärksten ausgeprägt ist der Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen in Oberösterreich (+19,6 Prozent), gefolgt von Vorarlberg (+17,9 Prozent) und Niederösterreich (+10,7 Prozent). Bei den jungen Menschen zwischen 20 und 25 Jahren errechnet sich eine Arbeitslosenzunahme noch mit 13,3 Prozent. In der Altersgruppe der Unter-25-Jährigen beträgt die Zunahme der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr jetzt noch insgesamt 134 oder 7,3 Prozent. Allerdings nehmen derzeit auch 1001 Jugendliche Schulungsangebote wahr, um 381 oder 51,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Bei Personen im Haupterwerbsalter (25 bis 45 Jahre) hat sich die Arbeitslosigkeit um 18,1 Prozent erhöht, bei der Altersgruppe der Über-45-Jährigen um 23,9 Prozent.

Überall über dem Vorjahr

Die Arbeitslosenzahlen liegen nach wie vor in allen Berufsbereichen über jenen aus dem Vorjahr. Überdurchschnittlich stark zugenommen haben die Vormerkungen in den Nahrungsmittelberufen, in den Holzberufen, in den Metall- und Elektroberufen, in den Büroberufen, in den Handelsberufen und in den Verkehrsberufen. Zahlenmäßig fallen auch die Zunahmen in den Hilfsberufen, in den Reinigungsberufen oder in den Bauberufen stark ins Gewicht. Dass die Auswirkungen der Krise noch längerfristig nicht überwunden sind, wird auch aus der Tatsache klar, dass die Zahl der arbeitslosen Techniker(innen) aktuell noch um 122 oder 43,1 Prozent über dem Stand im Vorjahr liegen. Die Zahl der sofort verfügbaren Stellenangebote lag Ende Dezember 2009 mit 969 um 746 bzw. 43,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Die markantesten Einbrüche beim Stellenangebot finden sich in den Technikerberufen, in den Handelsberufen und in den Metall- und Elektroberufen. Erstmals ist auch wieder ein Rückgang beim Stellenangebot in den Gesundheitsberufen zu verzeichnen.

149 freie Lehrplätze

Die Zahl der sofort verfügbaren Lehrstellensuchenden liegt mit 329 (181 Burschen und 148 Mädchen) fast genau auf dem Niveau des Vorjahres. Diesen Lehrstellensuchenden stehen mit 149 sofort verfügbaren Ausbildungsplätzen 55 bzw. 58,5 Prozent mehr als im Dezember 2008 zur Verfügung.

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