Dornbirner Narren feiern runden Geburtstag

Jedes Jahr am 11. 11. läutet die Dornbirner Fasnatzunft mit großem Trara die fünfte Jahreszeit ein.
Jedes Jahr am 11. 11. läutet die Dornbirner Fasnatzunft mit großem Trara die fünfte Jahreszeit ein. ©VN/Hagen

Dornbirn. Seit 50 Jahren mischt die Dornbirner Fasnatzunft kräftig im närrischen Geschehen des Landes mit. 1961, als die Eintragung ins Vereinsregister erfolgte, dachte noch niemand daran, dass eines Tages über 1000 Närrinnen und Narren, aufgeteilt auf sechs Bezirksgruppen, die Messestadt zumindest zeitweise auf den Kopf stellen werden.

Richtig in Schwung kam die Zunft, als die Saalfasnat mit Auftritten der Künstler mit der spitzen Zunge Mode wurde. Auch die legendären Umzüge der großen und kleinen Mäschgerle zählen seit Jahren zu den Höhepunkten der fünften Jahreszeit in Dornbirn. Erster Zunftmeister war Rudolf Ölz, besser bekannt als “Backerbsle-Ölz”. Ihm folgten Herbert Hilbe, Emil Leite, Helmut Weiss und Winfried Schnetzer nach, der heute das Zepter in der Hand hält. Einer, der über die Erfolgsgeschichte der Zunft bestens Bescheid weiß, ist Dr. Helmut Lecher. Er steht seit über 35 Jahren als “Fasnatbutz-Stiefelema” auf den Narrenabenden im Fass und ist als Regisseur auch mitverantwortlich für das Programm.

Starkes Team
Lecher, ein eher schüchtern erscheinender Zeitgenosse, wagte den Sprung auf die Bühne als Nachfolger des legendären Rudl Flax nur unter der Voraussetzung, dass er bis zur Unkenntlichkeit geschminkt würde. “Das klappte ganz gut und so blieb mir dieser Job bis heute”, schmunzelt der Mann mit den gelben Stiefeln, seinem Markenzeichen. Von Anfang an konnte er sich auf seine Künstlerkollegen verlassen, denn sie garantieren jedes Jahr aufs Neue für Unterhaltung der Spitzenklasse.

Zu den ersten Stars auf der Narrenbühne zählten unter anderem Otto Lunardi, Rudl Flax, “Usscheäl-lar” Heinz Rüf, Erwin Geiger, Marianne Granig, Gusti Luger oder Karl Idl, um nur einige zu nennen. Eng verbunden mit der Zunft war über Jahre hinweg auch Othmar Mennel, Schöpfer des Dornbirner Fasnatliedes. Musikalische Leckerbissen steuerten die “Vogelweider” ebenso bei wie die “Dreckspatzen”. “Mit dieser Mannschaft wurden bis 1990 in der Stadthalle jährlich ein Zunftball und zwei Narrenabende veranstaltet”, erinnert sich Lecher an die Jahre des Aufstiegs Dornbirns zur Narrenhochburg des Landes.

Zunftball
Ab 1991 gingen die Narrenabende im Kulturhaus über die Bühne. Zuerst gab es vier Veranstaltungen, inzwischen sind es acht. Der noble Zunftball mit Programm und Tanz fiel, das weiß der “Stiefelema” auch, “der Tanzmüdigkeit der Besucher zum Opfer”. Dass die Zunft nach wie vor über eine engagierte Künstlertruppe verfügt, ist wohl der Grund für den Erfolg der Dornbirner Saalfasnat.

Text: Josef Hagen/VN

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