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Dornbirner Jugendwerkstätten bauen qualitativ aus

DJW-Geschäftsführer Elmar Luger (v.l.n.r.) mit Jürgen Schneider und Herbert Winkler, welche beide ehrenamtlich am Umbau mitwirkten.
DJW-Geschäftsführer Elmar Luger (v.l.n.r.) mit Jürgen Schneider und Herbert Winkler, welche beide ehrenamtlich am Umbau mitwirkten. ©Gerty Lang
Neu adaptierte Räume eingeweiht – Gastroservice, Werkstätten-Ausbildung und Pflichtschulabschluss-Kurs „Leuchtturm“ können intensiviert werden 
Jugendwerkstätten

Dornbirn. Das erfolgreiche Projekt gegen Jugendarbeitslosigkeit im Bezirk Dornbirn hat am Freitag neu adaptierte Räume in Betrieb genommen. Die Einweihung fand unter Anwesenheit von etwa 130 geladenen Festgästen statt.

„Wir haben uns in den vergangenen Jahren qualitativ sehr stark weiterentwickelt. Vielfältige Auszeichnungen und Zertifizierungen bestätigen diesen erfolgreichen Weg. Daher wurde es Zeit, die in die Jahre gekommenen räumlichen Verhältnisse an diese Entwicklung anzupassen. So haben wir in den letzten Monaten intensiv geplant, geputzt, gemalt, gebohrt, gehämmert und vieles mehr. Nun erstrahlen die Räumlichkeiten in neuem Glanz“, freut sich Geschäftsführer Elmar Luger, MSc über das Ergebnis. „Die neuen Räumlichkeiten bieten sehr gute Rahmenbedingungen für unser soziales Unternehmen. Einen herzlichen Dank an die Fördergeber, die überwiegend ehrenamtlichen Impulsgeber Karlheinz Marent, Jürgen Schneider und Herbert Winkler sowie allen beteiligten Firmen“, so Prof. Dr. Gerald Mathis, Obmann der DJW.

Die bislang neben den Werkstätten positionierte Verwaltung im Erdgeschoß wurde in den 2. Stock des Standortes in der Bildgasse 18 verlegt. Im Zuge dessen wurden die dort schon vom 25 Jahre jungen Pflichtschulabschlussprojekt „Leuchtturm“ genutzten Räume adaptiert. Zudem wurde in einem separaten Abschnitt des 2. Stockes neu eine Produktions-, Lehr- und Cateringküche eingebaut. Durch den Wegfall der Flächen für Verwaltung, Sozialbetreuung und Besprechungen im Erdgeschoß können nun die Werkstätten erweitert werden. Ein Lift sorgt für die nötige Mobilität der Cateringprodukte und stellt Behindertenfreundlichkeit sicher.

Abläufe kennen lernen

Die ausgebaute Produktionsküche bietet Jugendlichen noch mehr Möglichkeiten, die Abläufe in der Gastronomie kennen zu lernen. Sie werden so bestens auf das Arbeitsleben vorbereitet. Der Gastro- und Cateringservice wird bereits jetzt schon für nahezu alle Anlässe – wie Geburtstage, Agapen, Hochzeiten, Betriebsfeiern – gut gebucht. Der Aufbau einer Produktionsschiene nach dem System der Einweck- und Pasteurisier-Methode ist in Entwicklung. Mit potenziellen Vertriebspartnern gibt es vielversprechende Gespräche.

Ein Geheimtipp unter Kennern

Regionalität und Qualität haben bei bestehenden Kunden bereits zu einem „Wow-Effekt“ geführt. Das bestätigt auch Dornbirns Bürgermeisterin Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann: „Die DJW sind eine bedeutende Einrichtung für Dornbirn und die Region. Hier schaffen Jugendliche einen guten Einstieg ins Arbeitsleben und den Sprung in eine weiterführende Ausbildung oder einen Arbeitsplatz. Vom Gastroservice konnten sich bereits viele Mitarbeiter/innen der Stadt Dornbirn verwöhnen lassen. Einen herzlichen Dank an alle Beteiligten, die wirklich großartige Arbeit leisten.“

Projekt „Leuchtturm“

Die Adaptierung der Räume im 2. Stock der Bildgasse 18 wirkt sich besonders positiv auf das erfolgreiche Bildungsprojekt „Leuchtturm“ aus. Sie werden zu einem noch besseren Lernklima beitragen, was wiederum einen wesentlichen Einfluss auf die Chancen der Teilnehmer/innen auf das rasche Erlangen eines Hauptschulabschlusses hat. In den vergangenen beiden Jahren gab es bereits beeindruckende 56 positive Abschlüsse. Von den etwa 600 abgelegten Prüfungen waren 570 im 1. Anlauf, alle weiteren im 2. Anlauf, positiv.

Landesstatthalter Mag. Karlheinz Rüdisser: „Die Jugendwerkstätten sind eine wesentliche Maßnahme für die Beschäftigungs- und Ausbildungsgarantie für Jugendliche des Landes. Die Jugendwerkstätten leisten – bestens vernetzt in der Region zu Unternehmen, öffentlichen Einrichtungen und Privaten Haushalten als Auftraggeber und ähnlichen Einrichtungen für die Betreuung der Jugendlichen Beispielhaftes. Sie werden betriebsnah für das Arbeitsleben oder eine weiterführende Ausbildung vorbereitet. Vorbildhaft: Die Jugendwerkstätten haben sich 2002 als erstes soziales Unternehmen zum Ökoprofit-Betrieb zertifizieren lassen. Zahlreiche Bestätigungen der hervorragenden Arbeit durch Auszeichnungen und Zertifizierungen folgten. Der Leuchtturm ist ein herausragendes Projekt, in dem Jugendliche und junge Erwachsene seit 1994 ihren Pflichtschulabschluss nachholen können. Auch da waren sie Vorreiter – das Projekt war das Erste in dieser Art in Vorarlberg.“

Ein geeigneter Ort für Perspektiven

„Die Jugendwerkstätten sind ein Ort des Respekts, der Wertschätzung und der Chancengleichheit. Hier arbeiten Jugendliche aus ca. 18 verschiedenen Nationen. Sie zeigen, dass ein friedliches Miteinander möglich ist. Es ist ein Ort, in dem Jugendliche gut lernen und sich auf eine weiterführende Ausbildung bzw. Arbeitsplatz vorbereiten können“, so DJW-Obmann Dr. Gerald Mathis. Eine Umfrage unter den Jugendlichen bestätigt die hohe Mitarbeiterzufriedenheit in Bezug auf die Beziehung zu den Arbeitsanleitern, der Geschäftsführung, Organisation und den Lerninhalten. Die Jugendwerkstätten haben zudem konstant hohe Vermittlungszahlen: Laut AMS findet jeder zweite Jugendliche eine weiterführende Ausbildung bzw. Arbeitsplatz.

Dazu Bernhard Bereuter, Geschäftsführer des AMS Vorarlberg: „Im AMS Vorarlberg gilt bei Jugendlichen bis 25 Jahren die Strategie „Ausbildung vor Vermittlung“. So verhindern wir, dass Menschen sich in einer Spirale von Hilfsarbeiten und Arbeitslosigkeit wiederfinden und keine Perspektiven für ihr Erwerbsleben entwickeln. In den DJW erhalten viele junge Menschen eine Chance zur Neuorientierung in Hinblick auf Ausbildungs- bzw. Beschäftigungsmöglichkeiten. Durch die Beschäftigung im Rahmen des Projektes, Qualifizierungsangebote und sozialpädagogische Betreuung schaffen viele Jugendlichen die Integration in den Arbeitsmarkt. Ich bedanke mich bei allen, die durch ihren Einsatz und ihr Engagement den Jugendlichen wieder Zukunftsperspektiven bieten.”

Jugendwerkstätten gut vernetzt

Als Beispiele für die gute Vernetzung in die Region dienen die langjährigen Partnerschaften zur ehrenamtlichen Staufenlaufbewegung und zu den Raiffeisen Basketball Lions. Der 10. Und wahrscheinlich letzte Staufenlauf am Samstag, 13.10.18 steht ganz im Zeichen der Jugendwerkstätten. Das gesammelte Geld wird den Jugendwerkstätten für soziale Zwecke zur Verfügung gestellt. Seit vielen Jahren gibt es auch ein Charity mit den Raiffeisen-Basketball-Lions. Heuer wurde ein Lastenfahrrad und neu Werkzeuge angeschafft. Ganz zentral sind aber die etwa 300 Auftraggeber aus Wirtschaft, Privathaushalten und gemeinnützigen Einrichtungen. Sie stellen mit ihren Aufträgen sicher, dass einerseits die geforderte Eigenerwirtschaftung geleistet werden kann und andererseits, dass die Jugendlichen erste handwerkliche Erfahrungen machen können.

 

Daten & Fakten

Dornbirner Jugendwerkstätten
· Österreichweite Auszeichnung als Ökoprofitbetrieb und Gütesiegel für „Betriebliche Gesundheitsförderung“ und „Soziale Unternehmen“
· Vorstand und Geschäftsführung: Dr. Gerald Mathis, Dr. Karoline Rümmele, DI Fritz Studer, Elmar Luger MSc
· Fördergeber und Partner: AMS Vorarlberg, AMS Dornbirn, Land Vorarlberg, Stadt Dornbirn, Wirtschaftsbetriebe, öffentliche Institutionen, private Haushalte

Bildgasse 18, 6850 Dornbirn,
Tel. 05572 51351
http://www.dornbirn.at/djw

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